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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten 2014 im Tokyo Disney Sea

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr hattet alle wunderbare Weihnachten! Wie ihr wisst war ich zusammen mit Pachi dieses Jahr im Tokyo Disney Sea! In Japan gibt es als einziges Land der Welt noch einen anderen Disneypark außer Disneyland. Eine japanische Firma hat die Rechte am Bau von Disneyparks in Japan erworben, ich habe keine Ahnung wie sie diese Rechte jemals weggeben konnten denn Disney ist einfach riesengroß in Japan. Die Japaner sind verrückt nach den ganzen niedlichen Figuren und beide Parks sind das ganze Jahr ueber sehr gut besucht. Im Disney Sea dreht sich alles um Wasser und es werden unter anderem Atlantis, Arielle und Aladdin thematisiert.

Pachi hat mir den Trip nach Disney Sea nachtraeglich zu meinem Geburtstag geschenkt und so hatten wir bereits Wochen vorher Karten gekauft - nicht, dass es ausgebucht waere - Weihnachten ist schließlich ein ganz normaler Wochentag im unchristlichen Japan - aber was man hat, das hat man. Außerdem mussten wir so nicht morgens anstehen. Um 5:40 klingelte der Wecker, wir hatten natuerlich mal wieder so gut wie gar nicht geschlafen und dementsprechend fit waren wir dann auch. Zum Glueck funktioniert unsere non-verbale Kommunikation sehr gut und um halb neun waren wir dann auch im Park. Wir sind dann gleich losgerannt um einen Fastpass zu bekommen, ein besonderes Ticket fuer eine Attraktion, mit dem man sich nicht anstellen muss und nur 10-15 Minuten warten muss, um mit einer Bahn zu fahren.

Wenn Disneyland oder Sea voll sind (in den japanischen Ferien, wenn Disneykarten guenstiger sind als sonst) wartet man locker 3-4 Stunden, um mit einer der großen Attraktionen zu fahren was dazu fuehrte, dass ich  nicht  mit einer Bahn damals gefahren bin, als ich das erste Mal dort war - damals wussten wir nicht, dass es so etwas wie Fastpässe gibt. Gesagt getan sind wir also losgespurtet und haben dann auch einen Fastpass für eine der großen Bahnen bekommen. Man bekommt, wenn man sein Ticket scannt, pro Person einen Fastpass und kann den naechsten dann auch erst nach 2-stuendiger Wartezeit bekommen. Das verhindert, dass manche Personen sich 10 oder mehr Pässe organisieren und es ist mehr oder minder ausgeglichen sodass jeder die Chance hat, irgendwo einen Pass zu bekommen. Zudem muss man innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes mit der Bahn fahren, sonst verfaellt der Pass. Pachi und ich haben zwei Pässe fuer die zwei groeßten Atttraktionen bekommen und konnten deshalb diesmal ganz entspannt den Park genießen ohne irgendwo 4 Stunden lang anzustehen.





Tokyo Disneyland und Sea funktionieren anders als alle anderen Disneyparks auf der Welt. Wie die meisten von euch schon wissen, braucht man einen Hut in Disneyland. Ohne Hut faellt man auf, ohne Hut war man nicht wirklich im Disneyland. Die Japaner tragen alle ungefaehr dieselben Huete: Micky, Minnie, gern auch im Partner-Paerchen-Look (er Micky, sie Minnie, manchmal sogar andersrum.), Donald, Daisy, Toy Story..... die ganzen niedlichen Dinge eben. Zur großen Freude von Pachi und mir gab es diesmal die  Huete der Disney-Boesewichte! Die gab es, als wir das letzte Mal vor drei Jahre dort waren, noch nicht. Die waren sogar runtergesetzt, weil die niemand haben wollte. Die sind halt zu dunkel und einfach nicht niedlich genug fuer den Großteil der japanischen Disneygaeste. Gesagt getan, Pachi entschied sich fuer Ursula (siehe die lilafarbenen Tentakeln an ihrer Mütze) und ich mich für Maleficent, die böse Hexe aus Dornröschen. Wir dachten uns nicht viel dabei, außer, dass das ja viel cooler sei als Minnie Maus oder so. Ja. Naja.

Mit diesen Mützen waren wir die absoluten Stars im gesamten Park. Wir wurden vorher ja shcon oefters mal beaeugt, so als relativ große auffaellige Auslaender im Disney Sea. Aber wow, die Japaner kamen ueberhaupt nicht auf unsere Boesewicht-Huete klar. Ueberhaupt nicht. Egal wo wir hingingen, wir wurden extrem von fast jedem angestarrt und staendig drang von weitem an unser Ohr "Wow, schau mal da drueben, wie cool!" Es war unglaublich witzig, wir haetten es so gerne irgendwie auf Video aufgenommen weil es einfach nur gut war. Tuschelnde Japaner an jeder Ecke, einige kamen sogar ganz mutig mit gebrochenem Englisch auf uns zu weil sie mit uns zusammen ein Foto machen wollten - dass wir uns auf Japanisch mit ihnen unterhalten konnten hat uns dann einfach auch nur noch cooler gemacht. Das war wirklich ein Erlebnis. Im Umkehrschluss haben wir uns dann auch extrem cool mit unseren Mützen gefuehlt.

Triton's palast / Arielle's lagune ist immer noch die schoenste Attraktion im gesamten Park.

Innerhalb der Lagune wirds auch nur noch huebscher.




Wir hatten den gesamten Tag 12°C und Sonnenschein, perfektes Disney Sea Wetter!

Sogar die Bahn, die zwischen den Parks hin und her faehrt, hatte spezielle Weihnachtsdeko :)


Tritons Palast in der Nacht :)

Wir konnten selbstverstaendlich nicht am Merchandise vorbeikommen, es gibt jedes Mal so coole Sachen dort die man sonst nirgendswo anders findet! Mama, Papa und Oma haben gesagt ich soll mir selbst in Japan Weihnachtsgeschenke kaufen.... ich praesentiere euch eure Weihnachtsgeschenke an mich! :D Vielen Dank!




Da wie gesagt niemand sich fuer die Disney-Bösewichte interessiert hat, war alles davon heruntergesetzt.. so ein Glueck! :D Die Handtasche kam eigentlich 4800 war aber auf 3000Yen (=20€, der Yen steht gerade supergünstig!) heruntergesetzt. Ich konnte mich ewig nicht zwischen der Handtasche und der kleineren Tasche entscheiden und bin dreimal hin und her gelaufen. Am Ende hat Pachi mir heimlich die kleine Tasche gekauft als Weihnachtsgeschenk als ich mich gerade mit der Handtasche zur Kasse begeben hatte - sie ist so süß! Das Motiv und die Farben finde ich supercool und weil sie so unbeliebt ist hat sie wahrscheinlich auch sonst niemand. Zudem gabs dann noch eine Maleficent-Partner-Unterhose die ich mir und Pachi aufgezwungen geschenkt habe und einen Schluesselanhaenger, Fuer unsere Freundin Susan in Korea haben wir einen fliederfarbenen Perlen-Anhaenger in Minniemaus-Form gekauft und ein paar Ohrschützer weil es so extrem kalt ist in Seoul. Hier in Japan sind angenehme 10°C durchschnittlich und so richtig zurueck nach Korea mag ich eigentlich nicht. Pachi und ich hatten wunderbare Weihnachten, sind mit fast allen Attraktionen gefahren und waren nach ueber 12 Stunden im Park dann auch voellig fertig und sind dementsprechend innerhalb von 10 Sekunden eingeschlafen.

Ich hoffe ihr hattet auch schoene Weihnachten, liebe Grueße! In knapp einem Monat geht's dann auch zurueck nach Hause. Alles Liebe,

Sam

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der November im Superschnelldurchlauf!

Hallo ihr Lieben!

Morgen ist Weihnachten! Und ich poste ueber November. Die letzten 6 Wochen war ich extrem sozial und war viel unterwegs - inzwischen sind es nur noch knapp ein Monat bis ich wieder zuhause bin! Ich jammere zwar immer, dass ich gerne nach Hause möchte aber eigentlich geht es mir hier ja sehr gut und dementsprechend traurig bin ich dann, dass es doch tatsaechlich wieder nach Hause geht.

Anfang November habe ich mich mit meiner Freundin Arim getroffen, wir sind zusammen am Han-Fluss spazieren gegangen (ich glaub darueber habe ich gepostet..) und waren danach ganz traditionell frittiertes Hähnchen (in Korea einfach nur Chicken (Chikin) genannt) essen. Von Fruehling bis Herbst treffen sich viele Koreaner mit Freunden am Han-Fluss und essen dort besagtes frittiertes Hähnchen und trinken Bier ("Chimaek" genannt von Chikin + Maekju (Bier) eine sehr beliebte Freizeitgestaltung bei jungen KoreanerInnen - und unter anderem unserer Koreanischlehrerin.)

Zusammen mit Arim, ich mag sie so gern! :D

Wir hatten drei verschiedene Sorten Hähnchen. Es war echt gut aber viel zu viel fuer uns zwei - ein Drittel musste am Ende uebrig bleiben weil ich kein fettiges Haehnchen mehr essen konnte. Dazu gibt es immer Krautsalat mit Mayonnaise, Rettich und Bier (in unserem Falle Cola weil erst vier Uhr am Nachmittag). Der Krautsalat mit Mayo macht es auch nicht wirklicher einfacher das ganze Haehnchen zu verdauen...



Am Han-Fluss spazieren zu gehen war wirklich schoen und mal entspannt im Gegensatz zum hektischen Stadtkern von Seoul.

Zusammen beim beruechtigtem "Chimaek" zusammen mit unserer Koreanischlehrerin :)


Ich war zweimal im Kino diesen Monat, einmal um Interstellar zu sehen und einmal, um den neusten Teil von The Hunger Games mir anzusehen. Beide Filme waren gut, aber Interstellar war um Laengen besser und die meisten Filme sehen im direkten Vergleich etwas blass aus. Der wirklich beste Film des ganzen Jahres meiner Meinung nach - das letzte Mal so beeindruckt hat mich nur Inception, und der war vom selben Regisseur :) Beide Male war ich zusammen mit Susan, meiner liebsten Freundin hier in Seoul. Wir haben Jjimdak gegessen, zu sehen im Foto unten rechts. Ein großer Topf mit leicht gekochtem Haehnchen zusammen mit Glasnudeln und Gemüse, eines meiner Lieblingsgerichte hier in Korea da eher süßlich und nicht scharf (scharfe Versionen gibt es selbstverstaendlich auch.) Alleine kann man dieses Gericht nicht essen, es gibt nur Portionen fuer mindestens zwei Portionen oder mehr. Generell ist Essen in Korea ein sehr sozialer Vorgang und man isst fast immer mit Freunden zusammen anstatt alleine zuhause zu kochen.

Mit Susan war ich einen anderen Tag dann auch im Hello Kitty Café in Seoul! Geplant war das nicht aber als wir durch die Straßen wanderten kamen wir zufaellig daran vorbei und wenn man da schonmal ist dann muss man da natürlich auch rein, es hilft ja alles nichts.



Bei bestimmten Getraenken gab es sogar Hello Kitty Abbildungen mit Schokopulver auf dem Kaffee! Unschwer zu erkennen hatten wir viel Spaß dort und haben uns sehr an unseren sueßen Getraenken erfreut. Der naechste Dezemberpost kommt dann ja auch schon bald....wenn ich dazu komme.

Gestern bin ich zu Pachi nach Japan geflogen! Der Flughafen war extrem voll (.....Weihnachten, vermute ich.) und ich habe sowohl beim Check-In als auch bei der Security und Immigration circa eine Stunde gebraucht. Meine diversen Visas und Personalausweise aus drei verschiedenen Laendern machen den Immigrationsprozess nicht gerade einfacher und haben fuer viel Verwirrung gesorgt. Gut dass ich vier Stunden vorher zum Flughafen gefahren bin, wobei ich eigentlich vorhatte, ein bisschen beim Duty Free zu shoppen. Da ich aber ueber zwei Stunden gebraucht habe, um ueberhaupt in die Duty Free Area zu kommen, hatte ich dann dafuer so gut wie keine Zeit mehr. Nach ueber elf Stunden von meiner Haustuer bis nach Ikebukuro konnte ich dann auch endlich Pachi in die Arme fallen. Seit gestern schieben wir eine ruhige Kugel, schauen zusammen Filme und kochen. Morgen geht es dann endlich endlich endlich zusammen ins Disney Sea und verbringen dort einen entspannten Weihnachtstag. Ich wuensche euch allen auch wunderbare Weihnachtsfeiertage! Vielen Dank an alle, die mich moralisch mit Weihnachtspost und materialistisch mit Weihnachtsschokolade unterstuetzt haben! Dank euch musste ich auch dieses Jahr nicht auf (4) Adventskalender verzichten! :D Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Alles Liebe,

Sam

Samstag, 9. August 2014

Plaenderung.

Hallo ihr Lieben,

Ich bin gestern erfolgreich aus meinem Wohnheim ausgezogen, nur um in ein anderes auf dem Campus einzuziehen. Der Auszug war super anstrengend da ich das gesamte Zimmer leer bekommen musste, was ich immer noch ziemlich sinnlos finde, aber gut. Ich bin dann mit meinen Sachen zu Lisa, die auf einem anderen Teil des Campus' wohnt und in ihr Zimmer eingezogen, da sie zwar ein Zimmer hat, aber woanders mit ihrem Freund zusammenwohnt. Und da wollte ich bis heute bleiben, aber..... mein Rücken. Ich bin fast zusammengebrochen als ich mit meinem Kram bei Lisa ankam und obwohl die letzte Zeit alles ganz okay war außer wenn ich zu lange saß ging das gar nicht. Ich habe also meinen Bus nach Kyoto sausen lassen, die Fahrt haette mehr als 10 Stunden gedauert und ich waere morgens um 7 angekommen und haette wahrscheinlich erst nachmittags ins Hotel einchecken koennen.

Zudem ist gerade Taifun. Natuerlich. Es ist immer Taifun, wenn ich irgendwo hin will. Bei dem Gedanken mit all meinen Sachen mitten im Taifun in Kyoto zu stehen hatte ich noch viel weniger Lust. Was die meisten von euch nicht wissen: Meine Freundin, die ich in Kyoto treffen wollte, hat vor einiger Zeit abgesagt dass sie gar nicht da ist wenn ich komme. Weshalb ich gleich noch viel weniger Lust hatte, so ganz allein und mit Rueckenschmerzen den ganzen Tag ist irgendwie nicht so cool.

Also doch kein Kyoto. Ich bleibe jetzt noch bis Dienstag in Lisa's Zimmer (ohne Klimaanlage, haett ich auch in meinem Zimmer bleiben koennen aber naja, wusst ja keiner.) und fahre dann direkt mit dem schnellsten Shinkansen in circa 2 Stunden nach Osaka (ja, der Unterschied zwischen Bus und Shinkansen ist so groß, immerhin es fast 600 Kilometer von Tokyo nach Osaka.) Und muss von dort dann nur zum Flughafen. Und das wars. Auf alles andere habe ich einfach keine Lust, alleine is doof, mit dem ganzen Gepäck ist doof und bei dem Gedanken dass ich mit dem ganzen Zeug von Kyoto zum Hotel muss und dann wieder zurueck und umsteigen und zum Flughafen..... ich ruh mich jetzt einfach noch ein paar Tage aus. Treff mich nochmal mit Lisa, die heute uebrigens Geburtstag hat. Schreib vielleicht meine Hausarbeit endlich fertig (Viel fehlt nicht mehr aber irgendwie hab ich einfach keine Ruhe dafuer.) Ich bin ein bisschen traurig dass ich nun wieder nicht Kyoto sehe, aber ich fahr einfach mal zusammen mit Pachi hin. Die versetzt mich nicht und mit ihr wirds sowieso spaßiger. Ich freu mich jetzt auf Seoul und plan schonmal, was ich da alles machen moechte.

Aktualisierter Plan:
Bis zum 12. Lisas Zimmer besetzen.
Mittags nach Osaka fahren. Okonomiyaki essen. Zum Flughafen, dort im Hotel uebernachten und am
13. dann nach Seoul fliegen, hoffentlich ohne Rückenschmerzen. (Ich bezweifle es ganz stark.)

Liebe Grueße,
Sam

Freitag, 25. Juli 2014

Guten Morgen! Oder auch: Der Endspurt naht.

Guten Morgen meine Lieben,

es ist Samstag 04:45 und ich bin hellwach. Was eventuell damit zusammenhängt, dass ich total krank war die letzten zwei Tage und nur geschlafen habe und jetzt... noch viel wacher bin als sonst. Super. Wo mein Rhythmus ja eh schon gar nicht gestoert ist. Naaaaja.  Donnerstag wollte ich eigentlich fruehmorgens zur Botschaft in Tokyo fahren um mein Visum fuer Korea zu beantragen (eeendlich sind alle Unterlagen da, zwei Wochen vor Abflug meinerseits..) aber ich bin dann ploetzlich unglaublich krank geworden, erspare euch aber hier die Details (nur so viel, dass meine Freundin Lisander mir Medikamente rumbringen musste weil ich keine 10 Schritte laufen konnte und kein Essen bei mir behalten konnte :( ) Zeitweise war ich ein wenig panisch und habe ueberlegt mich ins Krankenhaus zu begeben (obwohl das schwierig geworden waere, weil mir einfach SO extrem schwindelig war und mir alle paar Sekunden erneut schlecht wurde).  Abends ging es mir aber dann schon besser und heute ist alles wieder gut. Dafuer ging es Lisa heute nicht gut, ich glaube das liegt einfach an der extremen Hitze momentan, das Essen, zu wenig Trinken und schwups dreht der Koerper durch. Ach, habe ich Stress schon erwaehnt...?

Ich fahre dann also Montag erst zur Botschaft, sollte aber kein Problem sein, da uns versichert wurde, dass das Visum nur drei Tage benoetigt. Da ich Montag noch fast zwei Wochen habe, sollte es kein Problem sein (frage allerdings lieber nochmal nach, bevor ich meinen Reisepass aus der Hand gebe.)

Wir haben nun auch ganz ganz offiziell unsere Zimmer bestaetigt bekommen! Ich habe ein Einzelzimmer und die Zimmernummer 530A, lebe also im 5. Stock. Die Zimmer in Korea sind alles kleine Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen, Bädern und Küchen die von 3-5 Studenten geteilt werden. Solange ich mein eigenes Reich habe in dem ich um 5 Uhr morgens noch bloggen kann bin ich gluecklich.

Sobald ich dann mein Visum habe kann ich mich auch endlich ganz entspannt auf Korea freuen, die Vorfreude steigt momentan immer mehr obwohl ich ein bisschen Angst habe, da ich echt kaum Koreanisch kann. So super der Sprachkurs in Bonn war, so sinnlos war er leider in Tsukuba. Aber gut. Das kriegen wir auch noch hin. Ansonsten versuche ich meine Masterarbeit in Form zu bekommen, 10 der 20 Seiten die wir bis August abgeben muessen habe ich schon geschrieben und da ich die naechsten zwei Tage nichts vorhabe, werde ich mich darum kümmern. Montag ist dann die koreanische Botschaft dran, Seminar bei Herrn Kaigo, Vortrag, Abschiedsparty mit Herrn Aizawa. Dienstag dann Besprechung meiner Masterarbeit mit Herrn Kaigo und abends schmeißt mein Betreuer (Herr Kaigo ^^) eine Abschiedsparty extra fuer mich was ich total super von ihm finde. Mittwoch haben wir dann zum letzten Mal unser "spezielles" Teach-Seminar und die Woche darauf ziehe ich dann auch schon aus.

Dummerweise fahre ich Samstag Abend nach Kyoto und mir war nicht klar, dass man nur innerhalb der Woche aus dem Wohnheim ausziehen kann. Gluecklicherweise wohnt Lisa bei ihrem Freund sodass ihr Wohnheimzimmer quasi leer steht, da bleibe ich dann einen Tag damit ich nicht mit meinem ganzen Gepäck durch die Gegend latschen muss. Und ich fahre an Lisas Geburtstag weg was zeitlich natuerlich etwas unguenstig ist :( Die letzten zwei Wochen versuche ich also nochmal moeglichst viele Freunde zu treffen, moeglichst mein ganz genaues Thema der Masterarbeit festzuklopfen und mich nicht zu sehr zu stressen (Schon wieder in ein neues(!) Land zu ziehen stresst mich unterbewusst naemlich doch sehr.)

Inzwischen ist es hell draußen und die Krähen singen und Sam ist immernoch hellwach. Lege mich jetzt einfach ins Bett und warte darauf, was passiert. Hunger habe ich auch noch, aber der muss jetz noch nen paar Stunden warten.

Liebe Grüße und bis bald!

Sam

Dienstag, 1. Juli 2014

Pre-Geburtstags-Post

Hallo ihr Lieben!

Nur ein kurzer Post um euch auf dem Laufenden zu halten. Wirklich viel passiert ist nicht, der Unterricht hoert langsam auf und nur noch ein paar Kurse sind uebrig geblieben fuer mich (leider extrem unguenstig verteilt auf fast jeden Tag immer noch einmal etwas). Wie ihr (wahrscheinlich) wisst, habe ich bald Geburtstag und ich wollte euch nur kurz wissen lassen, dass ich vom 2. - 4. Juli in Tokyo verweilen werde und deshalb nicht erreichbar bin. An aufziehvogel@softbank.ne.jp kann man mir jedoch eine Email schreiben, die bekomme ich dann auf mein Handy :)

Ein paar Geburtstagskarten habe ich schon bekommen, die nehme ich dann mit damit ich sie direkt am 3. dann lesen kann. Morgen haben wir nachmittags eine Vorlesung in der koreanischen Botschaft wahrscheinlich mit anschließendem Dinner. Danach fahre ich zu meiner koreanischen Freundin Myung mit der ich gut an der Tokai befreundet war und uebernachte bei ihr. Am Donnerstag treffe ich mich frueh mit Lisa(nder), wir gehen gemuetlich fruehstuecken in Harajuku und haben dann eine ausgiebige Shoppingtour bis sie zurueck in die Uni muss. Den Rest des nachmittags verbringe ich dann irgendwie allein und abends treffe ich mich dann wieder mit Myung, sobald sie Feierabend hat und wir machen wahrscheinlich etwas kleines zusammen, gehen was essen und/oder trinken nehme ich an. Bis Freitag uebernachte ich dann bei ihr und fahre frueh morgens zurueck nach Tsukuba, wo ich um 11:30 dann einen Frisoertermin habe.

Endlich ab mit den Haaren! Meine Haare sind mal wieder superlang geworden (Brustlaenge) und es ist leider brutal heiß mit den vielen langen Haaren. Seit einem Monat trage ich nur noch Dutt (und das wo jeder weiß wie gern ich meine Haare offen trage!) deswegen kommen sie jetzt ab, mindestens die Haelfte muss dran glauben.  Am Wochenende treffe ich mich dann irgendwann abends mit meinem spanischen Kumpel Borja (der praktischerweise 30 Sekunden zu Fuß von meinem Wohnheim entfernt wohnt) und feiere meinen Geburtstag noch ein bisschen nach. Hat man ja schließlich nur einmal im Jahr!

Am Samstag laeuft dann um 19 Uhr in Japan endlich der neue Sailor Moon Anime! Die Serie hat ihr 20jaehriges Jubilaeum und wurde deshalb neu aufgelegt. Soweit ich das mitbekommen habe geht das ganze weiter weg vom "Kinder-Anime" und wird ernster und richtet sich staerker nach dem Manga, der an sich auch nicht an kleine Kinder gerichtet war. (Ich kaufe derweil das ganze Merchandise was es anlaesslich des 20. Jubilaeums so gibt.)

Es sind dann auch tatsaechlich nur noch 6 Wochen bis es nach Korea geht (zumindest fuer mich.) Ich habe jetzt endlich Unterkuenfte in Kyoto & Osaka gebucht, da ich ja bevor ich nach Seoul fliege endlich auch mal ein wenig Kyoto erkunden & meine liebe Federica noch einmal besuchen moechte. Am 13.08. fliege ich dann nach Seoul wo ich mich dann auch gleich mit Niko treffe! ❤ Ich freu mich schon so so so so sehr ihn endlich wiederzusehen und gemeinsam Urlaub zu machen, das ist nun auch schon wieder ein paar Jahre her dass wir zusammen im Urlaub waren (das letzte Mal bevor ich das erste Mal nach Japan zum Studieren bin, Fuerte Ventura 2011.) Es wird Zeit! Heute habe ich mich mit meinem Betreuer Herrn Kaigo getroffen um meine Masterarbeit zu besprechen und nachdem er 3 Monate kein Interesse daran gezeigt hat, mir zu helfen, draengelt er nun dass ich mich ja aber beeilen soll weil ich fliege ja schon in 6 Wochen!! Ja was meinen Sie, warum ich Ende Maerz schon in Ihrem Buero war damals....er wollte sich alle drei Wochen mit mir treffen, bi sich ihm aufgezeigt habe, dass wir uns dann genau einmal noch treffen koennen. So sehen wir uns immerhin noch zweimal. Er hat mir zwar gutes Feedback gegeben aber ob ich in den naechsten zwei Wochen so extrem dazu komme das auch umzusetzen.... ich befuerchte eher nicht, zumal ich diese Woche ja schon zu kaum etwas kommen werde. Wie immer also viel zu tun obwohl gar nicht so viel los ist.

(Achso und ich habe mir ganz tolle Schlafsachen schon zum Geburtstag gekauft! Ein langes schwarzes T-shirt-Schlaf-Kleid(?) von dessen Aufschrift man erfaehrt, dass ich ueberhaupt kein Morgenmensch bin, eine kurze Schlafhose mit kleinen Eistüten drauf uuund einen Einhornschlafeinzug! (Mit Einhoernern aufgedruckt, kein Plüscheinhorn als Schlafanzug, ich werde ja immerhin 25.) )

Ich hoffe euch allen gehts gut!

Sam

Mittwoch, 11. Juni 2014

Tsukuba versinkt in Regen und Skandalen.

Hallo ihr Lieben!

Ich will seit circa zwei Wochen einen Blogeintrag schreiben aber ich kam einfach nicht dazu - immer wenn ich mich umdrehe ist es ploetzlich 23 Uhr und dann habe ich auch einfach keine Lust mehr. Heute ist mein erster freier Tag in zwei Wochen! Und das auch nur, weil unser Mittwochsseminar auf Donnerstag verschoben wurde. Da es in Stroemen regnet werde ich mein Bett heute nicht verlassen. :D

Seit einer Woche hat hier die Regenzeit begonnen! Ich habe das ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, wunderte mich allerdings, dass es ploetzlich 5 Tage am Stueck wie verrueckt geregnet hat.. irgendwie dachte ich, die Regenzeit sei im August (obwohl ich im August noch nie in Japan war und ja bei Regenzeit damals auch in die Uni gegangen bin also haette mir klar sein muessen, dass es das nicht sein kann.) Mich persoenlich stoert das ueberhaupt nicht denn ich liebe Regen wie die meisten von euch wissen! Noch dazu ist es ueberhaupt nicht heiß weshalb es eben einfach nur regnerisch ist, aber von der schwülen Hitze damals in Kanagawa blieben wir bisher verschont, in Ibaraki scheint es generell etwas trockener vom Wetter her zu sein. Windig ist es nicht mehr ganz so häufig wie in den letzten Monaten, allerdings immer noch durchschnittlich wesentlich windiger als in anderen Gebieten Japans.

Ich hatte in letzter Zeit unglaublich viel zu tun; das Semester ist schon fast wieder vorbei (sehr kurz in Tsukuba, nur circa 10 Wochen misst das Sommersemester! Nur der Japanischunterricht wird bis Mitte Juli fortgesetzt) was bedeutet dass peu à peu mein Unterricht aufhoert und in circa 2 Wochen sind dann nur noch drei Kurse uebrig, einer am Donnerstag und zwei am Freitag. Da die Kurse aufhoeren muss ich in fast jedem Kurs Hausarbeiten schreiben was ich zum groeßten Teil gestern Abend beendet habe! Ich muss noch ein Referat ueber Nominalkriterien in Statistik halten (wie man deren statistische Signifikanz berechnet naemlich) - zugegeben, das war das schwierigste Referat, was ich je vorbereiten musste. Ich persoenlich habe nichts gegen Mathematik aber Mathematik hat leider was gegen mich und in Japanisch.. naja. In stundenlanger Arbeit habe ich es hinbekommen, ein 5-seitiges Handout produziert und 8 Seiten Vortrag vorbereitet, die jetzt demnaechst noch gelernt werden. Direkt am naechsten Tag muss ich noch einmal das Thema meiner Masterarbeit auf Japanisch vorstellen, inklusive Methodik etc. Dann habe ich eine Hausarbeit ueber das amerikanische Copyrightsystem geschrieben, deren Sinnlosigkeit in der heutigen digitalen Zeit und wie man das jetzige System an das Internetzeitalter anpassen koennte. 

Am Wochenende hatte ich Samstag und Sonntag von 10 - 18 Uhr ein Blockseminar, weshalb heute der erste Tag seit zwei Wochen ist, an dem ich nicht raus muss. Gluecklicherweise, so dunkel und grau wie es draußen ist. In dem Seminar ging es um den Begriff Weltliteratur, ob und wie es so etwas geben kann, ob das Sinn macht, wie sich das entwickelt hat etc. Die andere Haelfte des Seminars beschaeftigte sich mit japanischer Literatur, ein kurzer Abriss der Historik mit Fokus auf der Heian-Periode, in der sehr viele Tagebücher von adligen Frauen verfasst wurden, was das Hauptthema des Dozenten Dr. Persiani der Uni Oxford war. Ich dachte eigentlich das Seminar waere auf Japanisch (da die Beschreibung etc auf Japanisch war) aber nein, es wurde auf Englisch gehalten was es natuerlich um einiges leichter gemacht hat - zumindest fuer mich, bei meinen Kommilitonen aus Japan war ich mir da nicht so sicher ^^ Sind zwar alle sprachlich gut dabei, "leider" jedoch eher was Deutsch & Französisch angeht anstatt Englisch.



Fuer das Seminar mussten wir 200 Seiten an Literatur lesen die leider ueberhaupt nicht besprochen wurden. Mal wieder vergeudete Zeit; ich hasse es wenn ein Haufen Literatur vorgegeben wird, Zitat "essentiell fuer das Verstaendnis des Unterrichts", und dann wird nur 5 Minuten mal ganz kurs was erwaehnt. Ansastasia, Doktorantin der FU Berlin, und ich haben versucht das Gespraech darauf zu lenken, jedoch eher vergebens.

Mittagspause; alle sind aus nur Sam bleibt zurueck mit ihrem selbstgemachten Essen (guenstiger!!) Außerdem konnte ich mit Niko skypen da er um 6 Uhr aufsteht und wir da grad Pause hatten. Ansonsten habe ich meine Kommilitonen gezeichnet, ich kann mich wunderbar konzentrieren beim Zeichnen.

Am ersten Tag waren wir abends gemeinsam mit Dr Persiani und ein paar Vertretern der Tsukuba Universitaet beim "Standard-Chinesen" essen, zu dem wir immer mit den Dozenten gehen. Am zweiten Tag waren wir alle gemeinsam beim Indisch-Restaurant (gleich um die Ecke von Chinesen!) und haben dort die Mittagspause verbracht, ich hatte Naan-brot, Reis, Salat und zwei verschiedene Sorten Curry. Fuer den Preis (800 Yen) kann man an der Groeße nichts aussetzen, alle waren pappsatt!

Ausblick des Seminarraums; Selbstverstaendlich keine Menschenseele zu sehen bei Regen am Samstag aufm Campus. In dem Seminar mussten wir auch eine Hausarbeit schreiben; ich habe die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und endlich eine Hausarbeit ueber Murakami Haruki geschrieben! Genauer gesagt ueber "Nationale Elemente innerhalb der Weltliteratur" und habe argumentiert, dass es fuer gewisse Autoren wie Murakami nicht sinnvoll ist, Weltliteratur in nationale Kategorien wie "Japan" oder "Amerika" einzuteilen. Wer sich dafuer genauer interessiert darf gerne meine Hausarbeit anfordern, das genau zu erklaeren wuerde diesen Blogeintrag ein wenig sprengen ^^

Zentraler Teil des Tsukuba-Campus mit See. Links von hier befindet sich die Hauptbibliothek, das Gebaeude von dem ich das Bild geschossen habe ist das Gebaeude meiner Fakultaet Internationale Studien. Ich will eigentlich seitdem ich hier bin Bilder vom Campus schießen weil ich den wirklich wirklich schoen finde. Bevor ich nach Korea fliege mach ich das noch, waere schade drum. Gestern hat es ausnahmsweise nicht geregnet, dafuer regnet es umso mehr heute. Mit all diesen Hausarbeiten und Referaten die ich geschrieben & gehalten habe habe ich dann den groeßten Teil meiner Punkte zusammen! In Korea fehlen mir dann nur noch die Punkte der Sprachen und aus dem Kerncurriculum des Teach-Programms, da ich mein Fach der Uni Tsukuba dann hier abgeschlossen habe. (Gut, okay, Masterarbeit fehlt noch..)

Gestern hatte ich einen Zettel im Briefkasten, dass im Duschraum der Maedchen des Wohnheims in Hirasuna eine versteckte Kamera gefunden wurde, wahrscheinlich um die Maedchen beim Duschen zu beobachten. Gut dass wir alle eine eigene Dusche haben! Die Maedchen aus Hirasuna waren natuerlich dementsprechend aufgebracht und die Uni verteilt Flugblaetter auf denen steht, man soll sich in Acht vor "seltsamen Personen" nehmen.

Ich warte jetzt heute darauf, dass Pachi aufsteht damit ich sie zutexten kann und auf mein Gameboyspiel, was ich mir zur Belohnung fuer die ganzen Hausarbeiten gekauft habe. Es heißt Bravely Default und ist ein Rollenspiel aehnlich wie Final Fantasy und war ein großer Tip von Pachi und da ich ihr blind vertraue, habe ich zugeschlagen (gebraucht, wie immer, da kosten sie naemlich nur die Haelfte und die gebrauchten Spiele in Japan sehen eh aus wie neu gekauft^^") 
Das war alles neue soweit von mir! Die naechsten zwei Wochen habe ich noch ein paar Referate und dann habe ich endlich Zeit, mich intensiv fuer meine Masterarbeit einzulesen und die ersten Kapitel zu schreiben.
Ich hoffe euch allen geht es gut!
Liebe Grueße,

Sam

Donnerstag, 24. April 2014

ALLTAG IN TSUKUBA.

Hallo ihr Lieben,

Diesen Post will ich seit ungefaehr drei Wochen schreiben. Aber irgendwie kam ich nie dazu. Wenn ich mich umdrehe ist es immer ploetzlich drei Uhr nachts und ich muss ins Bett. Seit fast einem Monat wohnen wir jetzt im Wohnheim der Uni Tsukuba und es ist ganz wunderbar hier! Ich bin unglaublich zufrieden und liebe mein Zimmer. Ganz oben, am allerletzten Fleckchen des Uni Campus ist der Wohnheimcomplex Ichinoya; hier stehen 20-30 Gebaeude, die alle als Wohnheim dienen. Das Gebaeude 38, in dem wir alle wohnen, ist das Auslaenderwohnheim (Ja, da wird bis zum heutigen Tage strikt getrennt was ich unglaublich schade finde, ich faende es viel besser mit den regulaeren japanischen Studenten zusammenzuwohnen als nur "Auslaender Only".)  

Das Auslaenderwohnheim ist jedoch, soweit ich gehoert und gesehen habe, das Beste; es ist guenstig und wir haben alle Einzelzimmer mit kleiner Kochecke, WC und Dusche (wir erinnern uns an mein Austauschjahr an der Tokai.... kein WC, keine Dusche, nicht einmal Waschbecken geschweige denn Einzelzimmer.) Von daher bin ich super zufrieden. Nicola und ich wohnen zusammen mit den Koreanerinnen im dritten Stock in den letzten vier Zimmern des Ganges. Dritter Stock ist perfekt; Hoch genug damit im Sommer das Ungeziefer es nicht bis ins Zimmer schafft, jedoch nicht zu hoch (es gibt noch einen vierten Stock) sodass es im Sommer wahrscheinlich nicht allzu heiß wird. Also, heiß wird es ja sowieso, aber wenn auf die Decke die Sonne knallt wird es einen Stock hoeher erheblich heißer sein.

Blick auf mein Zimmer von der Tuer aus. Wie ihr sehen koennt habe ich ziemlich viel Platz :) Den Widder habe ich in Tokyo aus einem Automaten gezogen (und mich unglaublich doof angestellt sodass ich dreimal die Angestellten rufen musste weil das Ding im Automaten festgeklemmt hatte. Pachi hat da einfach viel mehr Talent fuer als ich. Und nein es ist nicht sinnlos, ich benutze es als zweites Kissen.)
 Schreibtisch, Staenderding, Schrank und ganz hinten die kleine Kockecke mit Waschbecken und einer Kochplatte. (Leider ist mein Regal unglaublich unguenstig konzipiert: Die Etagen ganz unten und oben bringen mir leider gar nichts. Verstellen kann man es nicht (zumindest nicht ohne Werkzeug.) Ich habe inzwischen ein bisschen umgebaut.
 Mein Schreibtisch, der meistens etwas ueberfuellt ist weil ich nicht genau weiß wohin mit dem Kram und ich ihn sowieso taeglich brauche.
Hatsune Miku Sakura Edition!! Das wollte ich unbedingt haben; es ist eine limitierte Kirschbluetenedition der beruehmten Vocaloid-Figur Hatsune Miku (das muss euch jetzt nichts sagen.) Eigentlich ist sie blau mit tuerkisfarbenen Haaren aber diese Edition ist Kirschbluetengerecht pink. Es hat ganz schoen gedauert bis ich die ausm Automaten gezogen habe - einmal musste ich aufgeben, als ich es das naechste Mal versucht habe hat es gleich beim ersten Mal geklappt! (Und nein, davon kann man nicht genug haben. Wirklich nicht.)

Die Kochecke. Zuerst dachte ich das wird unglaublich bloed mit nur einer Kochplatte aber ehrlich gesagt stoert mich das kaum. Meistens koche ich Soße/Fleisch/Hauptgericht in der Pfanne vor, stell das zur Seite, mache die Beilage und erwaerme dann kurz nochmal den Inhalt der Pfanne auf, da hat man dann eine warme Mahlzeit. Wenn ich Reis esse kommt der aus dem Reiskocher, weshalb ich nur einen Arbeitsschritt benoetige :) (Nicola und ich haben uns einen gemeinschaftlichen Reiskocher gekauft, genau wie einen Wasserkocher und einen Fön. Das schicken wir alles gemeinsam nach Korea, ist ja Bloedsinn das dann komplett neu zu kaufen wieder....)

Und zu guter letzt: Das Badezimmer! Zuerst dachte ich hm, das wird ein bisschen eng mit duschen und ein bisschen seltsam neben dem offenen WC aber.... wir haben dann recht schnell herausgefunden dass man das Waschbecken komplett nach links ueber das WC schieben kann und dann in der Ecke duschen kann! Sehr platzsparend, wie das meiste hier ;) (Okay, Nicola dachte einen ganzen Tag lang sie muss sich da reinquetschen bis ich ihr die Magie des Badezimmers gezeigt habe..) Dafuer dachte ich einen halben Tag lang ich muesste kalt duschen, weil kein warmes Wasser kam. Es stellte sich dann heraus, das vor dem Bad ein kleines Geraet eingebaut ist, dass als Erhitzer funktioniert. Das habe ich faelschlicherweise fuer die Klimaanlage gehalten. (Sieht aber auch echt alles gleich aus, mit den ganzen Knoepfen und so wenn man nicht genau hinschaut....)  (Und ja, mir faellt staendig etwas von dem Aufbewahrungsbehaelter da oben ins WC. Ein Grund, weshalb ich inzwischen meine Zahnbuerste woanders aufbewahre......)

Mit dem Fahrrad was wir uns am Anfang des Semesters gekauft haben (gebraucht, 50€) brauchen wir circa fuenf Minuten bis zum Hauptbereich des Campus' wo unter anderem die Hauptbibliothek, das Starbucks (ja die Uni hat ihr eigenes Starbucks) und der meiste Unterricht stattfindet.



Wir koennten auch mit dem Bus fahren - es gibt einen eigenen Campusbus, der in beide Richtungen um den Campus herumfaehrt. Einmal komplett umrunden mit dem Bus dauert circa 25 Minuten, damit ihr euch ungefaehr die Groeße des Campus vorstellen koennt - er ist circa 4 Kilometer lang und 2km breit. Im unteren Bereich befinden sich die naturwissenschaftlichen Fakultaeten, darunter auch die Medizin und das Unikrankenhaus. Wie ich zum Unikrankenhaus komme weiß ich inzwischen auch; Nicola hat sich letzten Sonntag tierisch in den Finger geschnitten weshalb ich mit ihr zum Krankenhaus gefahren bin, da es genaeht werden musste. Nach vier Stunden Wartezeit und einem genaehten Finger ging es dann mit Taxi nach Hause, da der letzte Bus um circa 22:40 faehrt. Da lohnt sich die Auslandsversicherung immerhin :D 

Der naechste Supermarkt ist 10 Minuten mit Fahrrad vom Wohnheim entfernt. Es gibt einige Supermaerkte in der Gegend; am Bahnhof Tsukuba gehe ich auch manchmal einkaufen, wenn ich mit Bus dort bin um meine Zeit im Shoppingcenter zu verbringen oder Dinge einzukaufen, die es nicht auf dem Campus gibt oder dort teuer sind (Socken, Strumpfhosen, Kleinkram.) Generell bin ich sehr zufrieden in Tsukuba; die Miete ist guenstig, das Wohnheim super (ich bin ja gluecklich, sobald ich ein Einzelzimmer habe, mein seltsamer Rhythmus ist nicht fuer Gemeinschaftszimmer gedacht.) A propos seltsamer Rhythmus: Ich habe es heute tatsaechlich geschafft fuer einen Unterricht, der um 13:45 stattfindet, zu verschlafen. Kein Witz. Ich bin nicht stolz darauf. Der Unterricht war auch noch superwichtig sodass ich quasi vom Bett auf mein Fahrrad gesprungen und losgeradelt bin, das war mir echt peinlich. Ich versuche die Tage noch ein paar Fotos vom Campus' Innenleben zu machen denn der Campus ist wunderschoen; sehr viel Baeume, Natur, Wasser. Als wir ankamen war noch alles sehr grau aber inzwischen bluehen ueberall pinke Kirschgewaechse. Kurzum: Mir gehts gut! Ich finde es fast schade, dass wir nur noch knapp 3 1/2 Monate hier bleiben werden. Mitte August geht es dann schon los nach Korea, man mag ja fast nicht weg (zumal die Miete in Korea sooo teuer sein wird...). Nunja, erst einmal genieße ich das Leben hier in Tsukuba. :)

Ich hoffe euch allen geht es gut!
Liebste Grueße,

Sam

Mittwoch, 9. April 2014

NISHI-KAWAGUCHI ODER: DAS HOSTEL DES GRAUENS.

Hallo ihr Lieben,

Der letzte Post bevor wir endlich wieder in der Gegenwart angekommen sind! In der letzten Maerzwoche mussten wir uns vier Tage lang selbst versorgen und irgendwo unterkommen. Da so gut wie alles ausgebucht oder unbezahlbar war (Kirschbluetenzeit + Ferien) hatten Nicola und ich schon von Deutschland aus ein Hostel in Nishi-kawaguchi gebucht das unglaublich guenstig war. Wir kamen in Akiba an, das elektronische Vierel schlechthin und haben dort gleich Wasserkocher und Fön gekauft. Zwar mussten wir dann viel schleppen, aber wir waren uns sicher dass es sehr schwierig werden koennte diese Dinge zu bekommen wenn wir erstmal im Wohnheim sind, von daher. Nachmittags sind wir dann im Hostel angekommen. Die Kleinstadt Nishi-Kawaguchi selbst war wunderbar, es gab alles was das Herz begehrt und das Hostel war auch keine 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Nach kurzem Rumgesuche haben wir dann dank meiner wunderbar selbstgezeichneten Karte das Hostel dann auch gefunden...

Eingang zum Hostel. Erster Eindruck: Ein wenig eng.

Die Mitarbeiterin war superfreundlich und entschuldigte sich bereits im voraus dafuer, dass das Hostel nicht so megatoll sei. Die Aussage "Bitte sucht euch im zweiten Stock eines der Netzwerke aus, das am besten geht" ließ mich schon das schlimmste erahnen und ich wurde nicht enttaeuscht. Internet gab es nur im ersten Stock. Wenn man auf dem Bild nach rechts geht waren dort die Raucherbaenke wo ich trotz Regen und Wind saß, um ein paar Fuenkchen Internet zu erhaschen am Abend.
Das Zimmer war winzig aber fuer japanische Verhaeltnisse kein Schock fuer uns. Ich habe oben geschlafen da ich sonst immer wach werde, wenn der sich ueber mir dreht. Die Treppe war mehr als steil, wie ihr sehen koennt und ich habe moeglichst versucht, nachts nicht herunterklettern zu muessen und habe da oben einfach ausgeharrt. Ganz oben links sehr ihr, dass wir nicht einmal eine ganze Wand hatten, die Wand ist nach oben hin offen was SEHR laut war. Direkt neben unserem Bett stand auf der anderen Seite der Wand ein weiteres und die Menschen haben mitten in der Nacht geskyped und um 5:30 Haare gefoent... ich war wirklich am Rande des Wahnsinns die vier Tage in diesem Hostel. Es war generell SO laut und absolut nicht erholsam, ich hatte die meiste Zeit schlechte Laune.

Morgens in Nishi-Kawaguchi auf dem Weg nach Tokyo.

Endlich wieder Kirschblueten!!! Sakura ist einfach die beste Zeit in Japan ueberhaupt. Minus dem Fakt, dass es einfach ueberall megavoll ist.

 Viele viele rosa Blueten.. die Bilder hat alle Nicola geschossen; Sie hat sich am ersten Tag eine digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft und ich habe ihr ein bisschen beigebracht, wie sie sie benutzen kann und sie hat sichtlich Erfolg!
Rosa Baeume und Menschen! Nicola wollte unbedingt Tretboot im See fahren aber der ganze See war mit Tretbooten voll, was mich ein bisschen an Autoscooter im Wasser erinnert hat, von daher konnte ich ihr das gluecklicherweise noch ausreden.

Wir haben uns außerdem mit Tomoyo getroffen, mit der ich zusammen bei Starbucks gearbeitet hatte! Sie studiert inzwischen Psychologie an der HU in Berlin, war aber einen Monat zuhause zu Besuch :) Es war schoen sie mal wiederzusehen!



...Habe ich schon rosa Kirschblueten erwaehnt??? (Ich weiß nicht warum das Bild als einziges kleiner ist als die anderen, eigentlich ist es genauso groß wie die anderen... sehr mysteriös).

Irgendwie haben wir diese vier Tage dann doch noch einigermaßen gut ueberstanden. Einen Tag haben wir uns mit den anderen in Tokyo getroffen, waren All-you-can-eat japanisches Grillfleischessen und Karaoke singen. Generell haben wir versucht, so wenig wie moeglich in dem Hostel zu sein, was nicht immer geglueckt ist, denn manchmal waren wir einfach viel zu fertig und mussten um 18 Uhr zurueckfahren. Inzwischen kann ich jedoch wirklich bei Laerm, Licht oder sonstigen Dingen einschlafen (wenn auch nicht sehr erholsam). Wir haben uns soooo sehr den ersten April herbeigesehnt und waren einfach nur froh, als wir auschecken konnten frueh morgens und nach Tsukuba zurueckgekehrt sind.

Liebe Grueße,

Sam

Freitag, 4. April 2014

ERSTE ZEIT IN TSUKUBA + SEMINAR + EROEFFNUNGSFEIER

Hallo ihr Lieben,

Wie versprochen geht es direkt weiter, schließlich weiß keiner wann ich das naechste Mal ausreichend Zeit haben werde. Nachdem wir aus Nikko wiedergekommen sind, wurden wir von Herrn Aizawa im Gaestehaus der Universitaet Tsukuba untergebracht, da wir vor April nicht ins Wohnheim einziehen konnten. Dort habe ich auch die allererste Nacht uebernachtet, bevor ich in die Berge gefahren bin. Das Gaestehaus ist an sich ganz nett; es ist relativ alt aber wir haben alle ein Einzelzimmer mit Bad bekommen, was sehr angenehm war.

Mein Zimmer fuer die letzte Maerzwoche in Tsukuba



Und nochmal von der anderen Seite

Und da wir leider keine Moeglichkeiten zum Kochen hatten: Fruehstueck ausm Konbini!

Generell haben wir fast drei Wochen lang ausschließlich von Konbini-Essen gelebt. Konbini-Essen ist nicht unbedingt schlecht, aber es ist halt groeßtenteils Fast Food und nicht dazu gedacht, sich tagtaeglich davon zu ernaehren. Nach einer gewissen Zeit waren Nicola und ich auch echt am Rande der Verzweiflung weil wir nicht mehr das ganze Fertigzeug essen konnten/wollten. Die Sandwiches ausm Konbini esse ich jedoch sehr sehr gerne da es sich nur um normales Toast plus Ei, Salat etc handelt.

Am ersten Abend waren wir dann zusammen mit Herrn Aizawa und Herr Yukawa aus Bonn Chinesisch essen - das war sooooo gut. Die Portionen dort sind so riesig, dass man meistens ein bisschen bestellt und es dann alle unter sich aufteilen. Danach war uns erstmal einen Tag lang schlecht, weil wir so viel gegessen hatten (aber es war einfach so lecker!) Danach hieß es dann, dass sich jeder in den kommenden Tagen mit den Betreuern fuer die Masterarbeit trifft (wir sind alle in unterschiedlichen Fachbereichen der Uni Tsukuba eingeschrieben und haben deshalb auch alle Betreuer, die thematisch nah zu dem sind, was wir vorhaben.) es jedoch nur einen losen Plan und keine strikten Plaene gibt. Ja. Sagte er.

Die Realitaet sah dann so aus, dass wir jeden Tag von mindestens 9 - 18 Uhr in einem Seminarraum saßen und diverse Dinge abgearbeitet haben (unter anderem das Treffen mit den Betreuern). Mein Betreuer scheint ganz nett zu sein; ich habe ihn nur circa eine halbe Stunde gesprochen dann ist er auch schon wieder davongerannt. Er ist Medienwissenschaftler und passt daher sehr gut zu meinem (noch nicht sehr ausgearbeiteten) Forschungsvorhaben! Jeden Tag mussten also diejenigen, dessen Betreuer da war, einen Vortrag ueber das eigene Forschungsvorhaben halten damit der Betreuer weiß woran er ist und danach wurde alles moegliche diskutiert. Ich habe noch kein richtiges Vorhaben deshalb habe ich nur einen kurzen Vortrag ueber meine Hausarbeit die ich geschrieben habe in Bonn gehalten. Ich war wie immer die allererste und habe mich daher die naechsten drei Tage zu Tode gelangweilt (da ich zu den meisten Themen der anderen nicht viel sagen konnte, da nicht mein Fachbereich. Außer Yurim. Die hatte Literatur, damit konnte ich was anfangen :D)


So sah das ganze dann aus die naechsten drei Tage lang. Herr Zoellner hat wie immer fleißig Fotos geschossen.

Ende Maerz gab es dann an der Uni Tsukuba die offizielle Eroeffnunsgfeier fuer den TEACH-Studiengang - das war dann fuer uns bereits die zweite Eroeffnungsfeier, fuer die Koreanerinnen bereits die dritte und nun auch letzte. Alle wichtigen Vertreter der jeweiligen Unis, des DAADS von der wir das Stipendium erhalten sind teilweise extra nach Japan gekommen.

Das Ganze ging circa 2-3 Stunden. Links sitzt Yuka, rechts hinter uns Chihiro, die nun auch beide in unserem Studiengang sind.

Die Studenten der jeweiligen drei Laender haben dann auch eine kurze Rede gehalten (halten mussten) (auf Japanisch) (große Aufregung) und wir haben endlich unseren Studentenausweis der Uni Tsukuba erhalten! (Wir sind ja bereits seit Oktober an der Uni Tsukuba eingeschrieben). Ich sehe uebrigens wie so ein kleiner dicker Flummi aus weil alle hohe Schuhe anhaben! Eigentlich bin ich die groeßte von den Maedchen, lasst euch nicht taeuschen..

Hier nocheinmal alle Personen auf einem Blick; ganz rechts befindet sich Herr Aizawa der uns in Japan betreut, zwei daneben Herr Park der uns in Korea betreut und daneben Herr Zoellner, der die Studenten in Bonn betreut.

Danach gab es eine kleine Party mit Essen und Trinken (Sekt!! Ein seltenes Gut hier in Japan.). Das Essen war ausgezeichnet und ich glaube uns allen war schlecht danach. Hier sieht man noch einmal den Hahn im Korb, Herrn Aizawa den wir alle schon unglaublich ins Herz geschlossen haben weil er so ein lieber Mensch ist (er scheint jedoch in seinem Unterricht sehr sehr streng zu sein; er unterrichtet Deutsch)

Ich hatte drei Stueck Kuchen und von allem so ein bisschen.. es gab Chinesisches Essen, Japanisch, Sushi, Frittiertes, Salat, es war wirklich soooo gut! Abends waren wir dann zuhause und haben noch mit den Lehrern zusammen ein bisschen im Gaestehaus getrunken. Am Naechsten Tag hieß es vier Tage lang individuell ueberleben bis wir endlich ins Wohnheim einziehen konnten!

Fortsetzung folgt

Liebste Grueße,

Sam