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Donnerstag, 7. August 2014

Letzte Woche in Japan.

Hallo ihr Lieben,

Da ist die letzte Woche in Japan nun auch schon fast rum. Ich hatte so viel vor und habe kaum etwas geschafft weil ich so beschaeftigt damit war mein Zimmer leer zu kriegen und Habseligkeiten nach Deutschland zu schiffen. Anstatt an meiner Masterarbeit zu schreiben habe ich die Zeit genutzt um nochmal die Zeit mit den wenigen Leuten, an denen hier mein Herz haengt, zu verbringen. Eine wunderbare Woche war das! Da es schon spaet ist lasse ich die Bilder ausnahmsweise einmal selbststaendig sprechen.

Eine Woche vor Auszug habe ich endlich mein Visum fuer Korea mein Eigen nennen duerfen. Es wenig zu knapp fuer meinen Geschmack aber es hat ja gluecklicherweise geklappt (auch wenn ich diverse Horrorszenarien im Kopf hatte, was alles noch schiefgehen koennte.. und ja, auch jetzt noch aus Panik meinen Ausweis doch noch irgendwo zu verlieren.) Sieht nicht so hübsch aus wie das japanische aber ein pinkes Visum mit glitzernden Kirschblueten ist andererseits auch wirklich schwer zu uebertreffen.

Das Bild, was wenige Stunden bevor ich sehr krank wurde, entstand.Die Maedels von Teach haben sich einen Maedelsabend zum Abschluss gegoennt! Da Yuka keine Klimaanlage besitzt war es in ihrem Zimmer mindestens 40 Grad heiß was auch unsere Outfits genuegend erklaert.

Um der Hitze letztlich zu entkommen haben die Latein-Amerikanische-Gruppe (um meine Mexikanischen, Chilenischen und Brasilianischen Freunde mal alle in einem Topf zu werfen) einen Wasserkrieg am Sonntag veranstaltet. Wir sind mit aufblasbarem Pool, Wasserpistolen und Wasserbomben bewaffnet in den naechstgelegenen Park und haben uns dort erfolgreich vor der Hitze gedrueckt.

Lisa mein Goldstueck, neben der ich immer ein wenig wie ein Riese aussehe weil sie so extrem klein und schmal ist. Aus Ermangelung von Schwimmsachen habe ich meine feinsten Sachen angezogen. Das Top -inzwischen löchrig, hat den Tag nicht überlebt.


Schön wars! Lisa werde ich sehr vermissen, sie war die perfekte Mischung aus Pachi und mir, wir drei wuerden ein super Trio abgeben! (Sie hat uebrigens auch ein Septum, wir koennten eine Gang gruenden oder so.) Da sie ihren Doktor in Japan macht ist sie hoechstwahrscheinlich mindestens 3-4 Jahre in Japan weshalb ich sehr optimistisch bin, dass wir uns sicherlich wiedersehen werden.

Da ich momentan von allen gefragt werde schreibe ich hier meinen Plan nieder damit ihr alle nachsehen koennt wie das nochmal war und wo ich gerade bin.
08.08. Freitag: Auszug aus dem Wohnheim, Abend mit Lisa
09.08. Lisas Geburtstag, 22:15 Nachtbus nach Kyoto von Shinjuku
10.08. 7:00 morgens Ankunft in Kyoto
12.08. Abends Fahrt nach Osaka
13.08. 07:50 Abflug nach Seoul, ca. 10:00 wieder vereint mit Niko ♥
20.08 Niko fliegt zurueck nach Deutschland, ich fahre zum Kis-Daf Seminar in der Naehe von Seoul
23.08. Seminar Ende, Einzug Wohnheim Korea Uni

Selbstverstaendlich melde ich mich zwischendurch, insbesondere wenn ich/wir dann in Korea angekommen sind. Ich wuensche euch allen ne wunderbare Zeit und denkt mal an mich! :)

Bis bald,

Sam

Freitag, 25. Juli 2014

Guten Morgen! Oder auch: Der Endspurt naht.

Guten Morgen meine Lieben,

es ist Samstag 04:45 und ich bin hellwach. Was eventuell damit zusammenhängt, dass ich total krank war die letzten zwei Tage und nur geschlafen habe und jetzt... noch viel wacher bin als sonst. Super. Wo mein Rhythmus ja eh schon gar nicht gestoert ist. Naaaaja.  Donnerstag wollte ich eigentlich fruehmorgens zur Botschaft in Tokyo fahren um mein Visum fuer Korea zu beantragen (eeendlich sind alle Unterlagen da, zwei Wochen vor Abflug meinerseits..) aber ich bin dann ploetzlich unglaublich krank geworden, erspare euch aber hier die Details (nur so viel, dass meine Freundin Lisander mir Medikamente rumbringen musste weil ich keine 10 Schritte laufen konnte und kein Essen bei mir behalten konnte :( ) Zeitweise war ich ein wenig panisch und habe ueberlegt mich ins Krankenhaus zu begeben (obwohl das schwierig geworden waere, weil mir einfach SO extrem schwindelig war und mir alle paar Sekunden erneut schlecht wurde).  Abends ging es mir aber dann schon besser und heute ist alles wieder gut. Dafuer ging es Lisa heute nicht gut, ich glaube das liegt einfach an der extremen Hitze momentan, das Essen, zu wenig Trinken und schwups dreht der Koerper durch. Ach, habe ich Stress schon erwaehnt...?

Ich fahre dann also Montag erst zur Botschaft, sollte aber kein Problem sein, da uns versichert wurde, dass das Visum nur drei Tage benoetigt. Da ich Montag noch fast zwei Wochen habe, sollte es kein Problem sein (frage allerdings lieber nochmal nach, bevor ich meinen Reisepass aus der Hand gebe.)

Wir haben nun auch ganz ganz offiziell unsere Zimmer bestaetigt bekommen! Ich habe ein Einzelzimmer und die Zimmernummer 530A, lebe also im 5. Stock. Die Zimmer in Korea sind alles kleine Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen, Bädern und Küchen die von 3-5 Studenten geteilt werden. Solange ich mein eigenes Reich habe in dem ich um 5 Uhr morgens noch bloggen kann bin ich gluecklich.

Sobald ich dann mein Visum habe kann ich mich auch endlich ganz entspannt auf Korea freuen, die Vorfreude steigt momentan immer mehr obwohl ich ein bisschen Angst habe, da ich echt kaum Koreanisch kann. So super der Sprachkurs in Bonn war, so sinnlos war er leider in Tsukuba. Aber gut. Das kriegen wir auch noch hin. Ansonsten versuche ich meine Masterarbeit in Form zu bekommen, 10 der 20 Seiten die wir bis August abgeben muessen habe ich schon geschrieben und da ich die naechsten zwei Tage nichts vorhabe, werde ich mich darum kümmern. Montag ist dann die koreanische Botschaft dran, Seminar bei Herrn Kaigo, Vortrag, Abschiedsparty mit Herrn Aizawa. Dienstag dann Besprechung meiner Masterarbeit mit Herrn Kaigo und abends schmeißt mein Betreuer (Herr Kaigo ^^) eine Abschiedsparty extra fuer mich was ich total super von ihm finde. Mittwoch haben wir dann zum letzten Mal unser "spezielles" Teach-Seminar und die Woche darauf ziehe ich dann auch schon aus.

Dummerweise fahre ich Samstag Abend nach Kyoto und mir war nicht klar, dass man nur innerhalb der Woche aus dem Wohnheim ausziehen kann. Gluecklicherweise wohnt Lisa bei ihrem Freund sodass ihr Wohnheimzimmer quasi leer steht, da bleibe ich dann einen Tag damit ich nicht mit meinem ganzen Gepäck durch die Gegend latschen muss. Und ich fahre an Lisas Geburtstag weg was zeitlich natuerlich etwas unguenstig ist :( Die letzten zwei Wochen versuche ich also nochmal moeglichst viele Freunde zu treffen, moeglichst mein ganz genaues Thema der Masterarbeit festzuklopfen und mich nicht zu sehr zu stressen (Schon wieder in ein neues(!) Land zu ziehen stresst mich unterbewusst naemlich doch sehr.)

Inzwischen ist es hell draußen und die Krähen singen und Sam ist immernoch hellwach. Lege mich jetzt einfach ins Bett und warte darauf, was passiert. Hunger habe ich auch noch, aber der muss jetz noch nen paar Stunden warten.

Liebe Grüße und bis bald!

Sam

Dienstag, 1. Juli 2014

Pre-Geburtstags-Post

Hallo ihr Lieben!

Nur ein kurzer Post um euch auf dem Laufenden zu halten. Wirklich viel passiert ist nicht, der Unterricht hoert langsam auf und nur noch ein paar Kurse sind uebrig geblieben fuer mich (leider extrem unguenstig verteilt auf fast jeden Tag immer noch einmal etwas). Wie ihr (wahrscheinlich) wisst, habe ich bald Geburtstag und ich wollte euch nur kurz wissen lassen, dass ich vom 2. - 4. Juli in Tokyo verweilen werde und deshalb nicht erreichbar bin. An aufziehvogel@softbank.ne.jp kann man mir jedoch eine Email schreiben, die bekomme ich dann auf mein Handy :)

Ein paar Geburtstagskarten habe ich schon bekommen, die nehme ich dann mit damit ich sie direkt am 3. dann lesen kann. Morgen haben wir nachmittags eine Vorlesung in der koreanischen Botschaft wahrscheinlich mit anschließendem Dinner. Danach fahre ich zu meiner koreanischen Freundin Myung mit der ich gut an der Tokai befreundet war und uebernachte bei ihr. Am Donnerstag treffe ich mich frueh mit Lisa(nder), wir gehen gemuetlich fruehstuecken in Harajuku und haben dann eine ausgiebige Shoppingtour bis sie zurueck in die Uni muss. Den Rest des nachmittags verbringe ich dann irgendwie allein und abends treffe ich mich dann wieder mit Myung, sobald sie Feierabend hat und wir machen wahrscheinlich etwas kleines zusammen, gehen was essen und/oder trinken nehme ich an. Bis Freitag uebernachte ich dann bei ihr und fahre frueh morgens zurueck nach Tsukuba, wo ich um 11:30 dann einen Frisoertermin habe.

Endlich ab mit den Haaren! Meine Haare sind mal wieder superlang geworden (Brustlaenge) und es ist leider brutal heiß mit den vielen langen Haaren. Seit einem Monat trage ich nur noch Dutt (und das wo jeder weiß wie gern ich meine Haare offen trage!) deswegen kommen sie jetzt ab, mindestens die Haelfte muss dran glauben.  Am Wochenende treffe ich mich dann irgendwann abends mit meinem spanischen Kumpel Borja (der praktischerweise 30 Sekunden zu Fuß von meinem Wohnheim entfernt wohnt) und feiere meinen Geburtstag noch ein bisschen nach. Hat man ja schließlich nur einmal im Jahr!

Am Samstag laeuft dann um 19 Uhr in Japan endlich der neue Sailor Moon Anime! Die Serie hat ihr 20jaehriges Jubilaeum und wurde deshalb neu aufgelegt. Soweit ich das mitbekommen habe geht das ganze weiter weg vom "Kinder-Anime" und wird ernster und richtet sich staerker nach dem Manga, der an sich auch nicht an kleine Kinder gerichtet war. (Ich kaufe derweil das ganze Merchandise was es anlaesslich des 20. Jubilaeums so gibt.)

Es sind dann auch tatsaechlich nur noch 6 Wochen bis es nach Korea geht (zumindest fuer mich.) Ich habe jetzt endlich Unterkuenfte in Kyoto & Osaka gebucht, da ich ja bevor ich nach Seoul fliege endlich auch mal ein wenig Kyoto erkunden & meine liebe Federica noch einmal besuchen moechte. Am 13.08. fliege ich dann nach Seoul wo ich mich dann auch gleich mit Niko treffe! ❤ Ich freu mich schon so so so so sehr ihn endlich wiederzusehen und gemeinsam Urlaub zu machen, das ist nun auch schon wieder ein paar Jahre her dass wir zusammen im Urlaub waren (das letzte Mal bevor ich das erste Mal nach Japan zum Studieren bin, Fuerte Ventura 2011.) Es wird Zeit! Heute habe ich mich mit meinem Betreuer Herrn Kaigo getroffen um meine Masterarbeit zu besprechen und nachdem er 3 Monate kein Interesse daran gezeigt hat, mir zu helfen, draengelt er nun dass ich mich ja aber beeilen soll weil ich fliege ja schon in 6 Wochen!! Ja was meinen Sie, warum ich Ende Maerz schon in Ihrem Buero war damals....er wollte sich alle drei Wochen mit mir treffen, bi sich ihm aufgezeigt habe, dass wir uns dann genau einmal noch treffen koennen. So sehen wir uns immerhin noch zweimal. Er hat mir zwar gutes Feedback gegeben aber ob ich in den naechsten zwei Wochen so extrem dazu komme das auch umzusetzen.... ich befuerchte eher nicht, zumal ich diese Woche ja schon zu kaum etwas kommen werde. Wie immer also viel zu tun obwohl gar nicht so viel los ist.

(Achso und ich habe mir ganz tolle Schlafsachen schon zum Geburtstag gekauft! Ein langes schwarzes T-shirt-Schlaf-Kleid(?) von dessen Aufschrift man erfaehrt, dass ich ueberhaupt kein Morgenmensch bin, eine kurze Schlafhose mit kleinen Eistüten drauf uuund einen Einhornschlafeinzug! (Mit Einhoernern aufgedruckt, kein Plüscheinhorn als Schlafanzug, ich werde ja immerhin 25.) )

Ich hoffe euch allen gehts gut!

Sam

Mittwoch, 11. Juni 2014

Tsukuba versinkt in Regen und Skandalen.

Hallo ihr Lieben!

Ich will seit circa zwei Wochen einen Blogeintrag schreiben aber ich kam einfach nicht dazu - immer wenn ich mich umdrehe ist es ploetzlich 23 Uhr und dann habe ich auch einfach keine Lust mehr. Heute ist mein erster freier Tag in zwei Wochen! Und das auch nur, weil unser Mittwochsseminar auf Donnerstag verschoben wurde. Da es in Stroemen regnet werde ich mein Bett heute nicht verlassen. :D

Seit einer Woche hat hier die Regenzeit begonnen! Ich habe das ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, wunderte mich allerdings, dass es ploetzlich 5 Tage am Stueck wie verrueckt geregnet hat.. irgendwie dachte ich, die Regenzeit sei im August (obwohl ich im August noch nie in Japan war und ja bei Regenzeit damals auch in die Uni gegangen bin also haette mir klar sein muessen, dass es das nicht sein kann.) Mich persoenlich stoert das ueberhaupt nicht denn ich liebe Regen wie die meisten von euch wissen! Noch dazu ist es ueberhaupt nicht heiß weshalb es eben einfach nur regnerisch ist, aber von der schwülen Hitze damals in Kanagawa blieben wir bisher verschont, in Ibaraki scheint es generell etwas trockener vom Wetter her zu sein. Windig ist es nicht mehr ganz so häufig wie in den letzten Monaten, allerdings immer noch durchschnittlich wesentlich windiger als in anderen Gebieten Japans.

Ich hatte in letzter Zeit unglaublich viel zu tun; das Semester ist schon fast wieder vorbei (sehr kurz in Tsukuba, nur circa 10 Wochen misst das Sommersemester! Nur der Japanischunterricht wird bis Mitte Juli fortgesetzt) was bedeutet dass peu à peu mein Unterricht aufhoert und in circa 2 Wochen sind dann nur noch drei Kurse uebrig, einer am Donnerstag und zwei am Freitag. Da die Kurse aufhoeren muss ich in fast jedem Kurs Hausarbeiten schreiben was ich zum groeßten Teil gestern Abend beendet habe! Ich muss noch ein Referat ueber Nominalkriterien in Statistik halten (wie man deren statistische Signifikanz berechnet naemlich) - zugegeben, das war das schwierigste Referat, was ich je vorbereiten musste. Ich persoenlich habe nichts gegen Mathematik aber Mathematik hat leider was gegen mich und in Japanisch.. naja. In stundenlanger Arbeit habe ich es hinbekommen, ein 5-seitiges Handout produziert und 8 Seiten Vortrag vorbereitet, die jetzt demnaechst noch gelernt werden. Direkt am naechsten Tag muss ich noch einmal das Thema meiner Masterarbeit auf Japanisch vorstellen, inklusive Methodik etc. Dann habe ich eine Hausarbeit ueber das amerikanische Copyrightsystem geschrieben, deren Sinnlosigkeit in der heutigen digitalen Zeit und wie man das jetzige System an das Internetzeitalter anpassen koennte. 

Am Wochenende hatte ich Samstag und Sonntag von 10 - 18 Uhr ein Blockseminar, weshalb heute der erste Tag seit zwei Wochen ist, an dem ich nicht raus muss. Gluecklicherweise, so dunkel und grau wie es draußen ist. In dem Seminar ging es um den Begriff Weltliteratur, ob und wie es so etwas geben kann, ob das Sinn macht, wie sich das entwickelt hat etc. Die andere Haelfte des Seminars beschaeftigte sich mit japanischer Literatur, ein kurzer Abriss der Historik mit Fokus auf der Heian-Periode, in der sehr viele Tagebücher von adligen Frauen verfasst wurden, was das Hauptthema des Dozenten Dr. Persiani der Uni Oxford war. Ich dachte eigentlich das Seminar waere auf Japanisch (da die Beschreibung etc auf Japanisch war) aber nein, es wurde auf Englisch gehalten was es natuerlich um einiges leichter gemacht hat - zumindest fuer mich, bei meinen Kommilitonen aus Japan war ich mir da nicht so sicher ^^ Sind zwar alle sprachlich gut dabei, "leider" jedoch eher was Deutsch & Französisch angeht anstatt Englisch.



Fuer das Seminar mussten wir 200 Seiten an Literatur lesen die leider ueberhaupt nicht besprochen wurden. Mal wieder vergeudete Zeit; ich hasse es wenn ein Haufen Literatur vorgegeben wird, Zitat "essentiell fuer das Verstaendnis des Unterrichts", und dann wird nur 5 Minuten mal ganz kurs was erwaehnt. Ansastasia, Doktorantin der FU Berlin, und ich haben versucht das Gespraech darauf zu lenken, jedoch eher vergebens.

Mittagspause; alle sind aus nur Sam bleibt zurueck mit ihrem selbstgemachten Essen (guenstiger!!) Außerdem konnte ich mit Niko skypen da er um 6 Uhr aufsteht und wir da grad Pause hatten. Ansonsten habe ich meine Kommilitonen gezeichnet, ich kann mich wunderbar konzentrieren beim Zeichnen.

Am ersten Tag waren wir abends gemeinsam mit Dr Persiani und ein paar Vertretern der Tsukuba Universitaet beim "Standard-Chinesen" essen, zu dem wir immer mit den Dozenten gehen. Am zweiten Tag waren wir alle gemeinsam beim Indisch-Restaurant (gleich um die Ecke von Chinesen!) und haben dort die Mittagspause verbracht, ich hatte Naan-brot, Reis, Salat und zwei verschiedene Sorten Curry. Fuer den Preis (800 Yen) kann man an der Groeße nichts aussetzen, alle waren pappsatt!

Ausblick des Seminarraums; Selbstverstaendlich keine Menschenseele zu sehen bei Regen am Samstag aufm Campus. In dem Seminar mussten wir auch eine Hausarbeit schreiben; ich habe die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und endlich eine Hausarbeit ueber Murakami Haruki geschrieben! Genauer gesagt ueber "Nationale Elemente innerhalb der Weltliteratur" und habe argumentiert, dass es fuer gewisse Autoren wie Murakami nicht sinnvoll ist, Weltliteratur in nationale Kategorien wie "Japan" oder "Amerika" einzuteilen. Wer sich dafuer genauer interessiert darf gerne meine Hausarbeit anfordern, das genau zu erklaeren wuerde diesen Blogeintrag ein wenig sprengen ^^

Zentraler Teil des Tsukuba-Campus mit See. Links von hier befindet sich die Hauptbibliothek, das Gebaeude von dem ich das Bild geschossen habe ist das Gebaeude meiner Fakultaet Internationale Studien. Ich will eigentlich seitdem ich hier bin Bilder vom Campus schießen weil ich den wirklich wirklich schoen finde. Bevor ich nach Korea fliege mach ich das noch, waere schade drum. Gestern hat es ausnahmsweise nicht geregnet, dafuer regnet es umso mehr heute. Mit all diesen Hausarbeiten und Referaten die ich geschrieben & gehalten habe habe ich dann den groeßten Teil meiner Punkte zusammen! In Korea fehlen mir dann nur noch die Punkte der Sprachen und aus dem Kerncurriculum des Teach-Programms, da ich mein Fach der Uni Tsukuba dann hier abgeschlossen habe. (Gut, okay, Masterarbeit fehlt noch..)

Gestern hatte ich einen Zettel im Briefkasten, dass im Duschraum der Maedchen des Wohnheims in Hirasuna eine versteckte Kamera gefunden wurde, wahrscheinlich um die Maedchen beim Duschen zu beobachten. Gut dass wir alle eine eigene Dusche haben! Die Maedchen aus Hirasuna waren natuerlich dementsprechend aufgebracht und die Uni verteilt Flugblaetter auf denen steht, man soll sich in Acht vor "seltsamen Personen" nehmen.

Ich warte jetzt heute darauf, dass Pachi aufsteht damit ich sie zutexten kann und auf mein Gameboyspiel, was ich mir zur Belohnung fuer die ganzen Hausarbeiten gekauft habe. Es heißt Bravely Default und ist ein Rollenspiel aehnlich wie Final Fantasy und war ein großer Tip von Pachi und da ich ihr blind vertraue, habe ich zugeschlagen (gebraucht, wie immer, da kosten sie naemlich nur die Haelfte und die gebrauchten Spiele in Japan sehen eh aus wie neu gekauft^^") 
Das war alles neue soweit von mir! Die naechsten zwei Wochen habe ich noch ein paar Referate und dann habe ich endlich Zeit, mich intensiv fuer meine Masterarbeit einzulesen und die ersten Kapitel zu schreiben.
Ich hoffe euch allen geht es gut!
Liebe Grueße,

Sam

Mittwoch, 28. Mai 2014

Der Mai in Tsukuba: Ein Rueckblick.

Hallo ihr Lieben,

Es gibt mich noch! Der Mai ist wie im Flug vergangen und ich war extrem beschaeftigt mit Praesentationen und anderen Dingen. Ich habe auch nicht wirklich viel außergewoehnliches getan deshalb schmeiße ich jetzt einfach alles in diesen Post, was ich im Mai so erlebt habe.

Anfang Mai war ich zusammen mit Yuka aus meinem Programm in Tokyo auf einem lateinamerikanischem Festival. Zusammen mit Matías aus Chile, mit dem ich mittlerweile gut befreundet bin, ging es nach Harajuku zum Yoyogi-Park wo wir uns gemeinsam durch die kulinarischen Freunden Amerikas aßen. Es gab einiges an Tanzprogramm und wir hatten viel Spaß! Leider war es an diesem Tag fuerchterlich heiß. Wirklich fuerchterlich extrem heiß. Obwohl ich Yuka darum gebeten hatte auf mich aufzupassen (da meine bleiche Haut in Sekundenschnelle verbrennt..) bin ich komplett verbrannt. Also wirklich, komplett. 

Mein Gesicht, insbesondere Nase und Haaransatz, beide Schultern extrem, beide Arme bis runter zu den Haenden und ein wenig vom Ruecken war knallrot und hat mich ueber eine Woche lang beschaeftigt. Ich hatte solche Schmerzen! Natuerlich iegt der Gedanke an Sonnencreme nahe... aber 1. war es der zweite Mai und ich habe wirklich nicht mit solcher Hitze gerechnet und 2. hatte ich kein Geld da sich meine Visakarte nicht zurueckgesetzt hat und 3. haette es mindestens eine Stunde gedauert mich bis zu der Drogerie in Harajuku Sonntags vorzudraengeln. Ich hatte dementsprechend die ganze Woche Spaß; die ersten vier Tage hatte ich extreme Schmerzen egal was ich getan habe (an Tag zwei konnte ich meine Arme nicht heben) und ab Tag fuenf habe ich mich schlimmer gepellt als ein Chamaeleon.

Mittlerweile ist der Sonnenbrand verheilt, aber weil ich so extrem an den Schultern verbrannt habe sind meine Schultern nun extrem braun, im Gegensatz zu meinem sonst recht blassen Koerper. Wie ihr euch sicherlich vorstellen koennt sieht das etwas doof aus. Abgesehen davon war es ein sehr schoener Tag; oben rechts koennt ihr Matías, Yuka und mich vor einem riesigen aufblasbarem chilenischen Bier bewundern :) Spaeter haben wir uns mit meinen italienischen Freunden Federica und Jacopo getroffen die beide wieder in Japan studieren! Zusammen saßen wir bis abends im Yoyogi-Park (ich im Schatten) was sehr schoen war.

Einen Tag spaeter habe ich mich dann noch einmal mit meiner liebsten Federica getroffen da wir in so einer großen Gruppe nicht wirklich viel voneinander hatten! Ich habe sie ja erst letztes Jahr im Dezember in Koeln getroffen, aus irgendeinem Grund kreuzen sich unsere Lebenswege immer wieder! Ich war, was meine soziale Batterie angeht, unglaublich dankbar, dass Federica bei mir war und wir haben den ganzen Tag shoppend in Harajuku verbracht :)


Zum ersten Mal seitdem ich wieder in Japan bin einen Crepe gegessen! Ganz Stil-echt natuerlich mit einem Stueck Schokokuchen. Man goennt sich ja sonst nichts! Man sieht anhand unserer gluecklichen Gesichter, es war sehr gut! Damit endete unsere Shoppingtour auch und wir gingen wieder einmal getrennte Wege...

Eine Woche spaeter fand die Eroeffnungsfeier eines internationalem Masterprogramms hier in Tsukuba statt, zu dem unter anderem auch unser Studiengang TEACH gehoert, weshalb wir freundlicherweise eingeladen wurden und eine Rede halten mussten. Fairerweise durch Schere-Stein-Papier entschieden hat am Ende Nico repraesentativ fuer alle eine kurze Rede gehalten.

So sehen glueckliche Studenten aus! Von links: Yurim, Nicola, Yuka. Rechts von mir drei mir unbekannte japanische Studentinnen aus einem der anderen internationalen Studiengaenge. Die Pizza war unglaublich gut; ich habe sicherlich eine halbe alleine gegessen. Und eine Wrap. Und etwas Sushi. Oh und es gab Tiramisu zum Nachtisch.... die TEACH-Studenten sind inzwischen sehr bekannt dafuer, sich wie ausgehungerte Loewen auf das Bueffet zu stuerzen.

Dann ist eine ganze Weile gar nichts mehr passiert; ich habe mich fuer jede Praesentation gleich als erste gemeldet, damit ich bald damit fertig bin und Zeit habe, an meiner Masterarbeit zu arbeiten (um nicht das Trauma vom letzten Semester, eine komplette Hausarbeit in 16 Tagen zu schreiben, zu wiederholen.). Ich habe endlich das Thema mit meinem Betreuer in Tsukuba festklopfen koennen und habe auch schon einen Berg an Literatur angesammelt - nur moechte ich erst einmal den Rest abarbeiten, damit ich mich auf eine Sache konzentrieren kann. Mittlerweile muss ich nur noch eine Praesentation halten - die in Statistik. Ja, richtig gelesen, S T A T I S T I K. Auf Japanisch. Nein, habe ich noch nie gemacht. Ist seltsamerweise auf Japanisch fast einfacher als auf Deutsch, warum kann ich schlecht erklaeren. Nichtsdestotrotz habe ich bis heute nicht das groeßte Talent fuer Zahlen und saß dementsprechend tagelang an den Vorbereitungen fuer das Referat, da ich auch versuche, moeglichst keine Fehler einzubauen (ob mir das gelungen ist, werden wir in zwei, drei Wochen sehen.) Jetzt muss ich noch 5 Seiten ueber ein Buch schreiben, dass ich lesen musste und dann kann ich mich immerhin ein wenig um die Masterarbeit kuemmern, bis die Pruefungen dann im Juli kommen. Morgen und Uebermorgen habe ich im uebrigen Zwischenpruefungen in Japanisch.

Teich in der Naehe unseres Wohnheims; manchmal sitze ich dort bei schoenem Wetter und lese.


Zwischen all den Praesentationen habe ich mich dann mit Lisander (sprich: Lisandee) angefreundet, eine Mexikanerin die auch Herrn Kaigo als Betreuer hat und mit mir zusammen ueber dem Statistikbuch weint. Sie ist optisch eine witzige Mischung aus Pachi und mir und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen! Das eine Wochenende waren wir zusammen mit ein paar anderen etwas trinken (bis um 4) und ein Wochenende spaeter ist sie mit mir zum Pizza All-you-can-eat gefahren, da ich unglaublich große Lust auf Pizza hatte. Ich finde sie wirklich super und bin froh, jemanden gefunden zu haben mit der ich auf einer Wellenlaenge bin und die meine Interessen teilt :)

Letztes Wochenende habe ich endlich meine Haare gefaerbt! In rot. Mal wieder. Was auch immer ich tue, es kommt immer wieder auf rot zurueck. Einfach die schoenste aller Haarfarben! Mama musste mir die Haarfarbe schicken, da meine Haare die japanische Haarfarbe einfach nicht annehmen. Danke Mama!!
Neue/Alte Haarfarbe und neue Jacke mit Einkaeufen in Tokyo. Die Jacke musste ich einfach haben die ist so schoen! Diesen Montag bin ich nach Tokyo gefahren, da Herr Kaigo dienstlich in Seattle war hatte ich fast die ganze Woche frei. Ich habe mich in Shibuya mit dem Bekannten einer Freundin getroffen, der mit mir zusammen zum Piercer gefahren ist, um mein Septum auszuwechseln - Schmucklaeden gibt es wahnsinnig viele in Tokyo, jedoch nur sehr wenige Piercingstudios, da Piercings offiziell von Aerzten im Krankenhaus durchgefuehrt werden.

 Kreuzung in Shibuya; Montag Mittag war es angenehm leer in dem sonst so ueberfuellten Staddteil :)


 Mein Lieblingsladen in Japan seit jeher: Glad News. (Im Uebrigen auch Pachis Lieblingsladen.) (Das Kleid was die Schaufensterpuppe anhat darf ich jetzt auch mein Eigen nennen.)
Zusammen mit der Verkaeuferin von Glad News, die ich noch von vor zwei Jahren kenne und mit der ich mich eine Stunde unterhalten habe, bevor ich wieder los musste. :D

Heute Abend hatten wir wie gewohnt unser Seminar mit Herrn Aizawa, via Skype haben uns jedoch Herr Zoellner, Herr Park und Herr Yukawa Gesellschaft geleistet!

Ich persoenlich finde es sehr schoen auch im Ausland weiterhin mit unseren Professoren aus Bonn in Kontakt zu bleiben und wir hatten ein sehr angeregtes und außergewoehnliches Seminar. Ich hoffe das wird nicht das letzte Mal gewesen sein! Bald werden auch schon die neuen Studenten aus Deutschland ausgewaehlt; fast genau ein Jahr ist es her, dass ich fast 10 Stunden dank Hochwasser nach Bonn gefahren bin. Ich bin auch schon fast wieder drei ganze Monate in Japan was mir ehrlich gesagt noch gar nicht so lange vorkommt - in zweieinhalb Monaten fliege ich schon weiter nach Korea! Wie erwartet vergeht die Zeit hier wesentlich schneller als in Bonn und ich finde es fast schade, in 2 1/2 Monaten schon wieder die Zelte abbrechen zu muessen.

Ich habe heute im uebrigen mein Zimmer "verschoenert"; wir haben im Wohnheim nur extrem duenne hellgruene Vorhaenge die absolut nicht hilfreich sind im Kampf gegen Hitze und Licht (bisher vorrangig Licht, Hitze wird meinen Befuerchtungen zufolge jedoch sehr schnell zum Problem werden...). Da wir zwei Schiebetueren komplett aus Glas haben, kommt dementsprechend viel Licht und Hitze in das Zimmer. Wer mich kennt, weiß: Bei Licht kann die Sam nicht schlafen. Ich quaele mich nun seit zwei Monaten mit diesen Tueren herum und habe schon alles moegliche ausprobiert: Meine Handtuecher geschickt als Lichtblocker benutzen zum Beispiel. Gestern Nacht, als es um 4 schon wieder hell war, hat es mir gereicht und ich habe einen Plan geschmiedet.

Ich bin mir fast sicher, dass das den gewuenschten Effekt hat; ich habe es jedoch erst vor ein paar Stunden "aufgebaut" von daher werde ich demnaechst berichten ob ich so zu meinem heiligen Schlaf komme. Eigentlich wollte ich mir eine dicke Decke kaufen und die vor die Tueren haengen; jedoch konnte ich keine dicke Decke im bezahlbaren Bereich finden und musste daher kreativer vorgehen; ich habe schließlich meinen Abend damit verbracht, meine Fenster mit Alufolie zuzukleben, in der Hoffnung, dass sie Licht und Hitze trotzen. Das Silber der Alufolie war jedoch nicht besonders augenfreundlich, weshalb ich dann eine meiner japanischen Zeitschriften auseinandergenommen habe um diese auf die Alufolie zu kleben. Jetzt sehen meine Tueren aus, als sei ich ein fanatischer Fan japanischer Models. Ehrlich gesagt hatte ich nur nichts besseres zu Hand und es ist wesentlich besser fuer die Augen. Den linken Vorhang habe ich eh immer zu, eigentlich ist egal was dahinter steckt. Ein Fenster habe ich natuerlich offen gelassen, damit ich in der Dunkelheit nicht depressiv werde. Da haenge ich dann wie bisher ueblich mein Handtuch vor und denke, dass das lichttechnisch jetzt eigentlich besser klappen muesste mit dem Schlafen. Drueckt mir die Daumen!

So war also mein Mai. Das war ein langer (und auch lange ueberfaelliger) Post, ich hoffe ihr erfreut euch daran! Ich hoffe allen geht es gut und liebe Grueße an alle in der Heimat :)

Sam

Donnerstag, 24. April 2014

ALLTAG IN TSUKUBA.

Hallo ihr Lieben,

Diesen Post will ich seit ungefaehr drei Wochen schreiben. Aber irgendwie kam ich nie dazu. Wenn ich mich umdrehe ist es immer ploetzlich drei Uhr nachts und ich muss ins Bett. Seit fast einem Monat wohnen wir jetzt im Wohnheim der Uni Tsukuba und es ist ganz wunderbar hier! Ich bin unglaublich zufrieden und liebe mein Zimmer. Ganz oben, am allerletzten Fleckchen des Uni Campus ist der Wohnheimcomplex Ichinoya; hier stehen 20-30 Gebaeude, die alle als Wohnheim dienen. Das Gebaeude 38, in dem wir alle wohnen, ist das Auslaenderwohnheim (Ja, da wird bis zum heutigen Tage strikt getrennt was ich unglaublich schade finde, ich faende es viel besser mit den regulaeren japanischen Studenten zusammenzuwohnen als nur "Auslaender Only".)  

Das Auslaenderwohnheim ist jedoch, soweit ich gehoert und gesehen habe, das Beste; es ist guenstig und wir haben alle Einzelzimmer mit kleiner Kochecke, WC und Dusche (wir erinnern uns an mein Austauschjahr an der Tokai.... kein WC, keine Dusche, nicht einmal Waschbecken geschweige denn Einzelzimmer.) Von daher bin ich super zufrieden. Nicola und ich wohnen zusammen mit den Koreanerinnen im dritten Stock in den letzten vier Zimmern des Ganges. Dritter Stock ist perfekt; Hoch genug damit im Sommer das Ungeziefer es nicht bis ins Zimmer schafft, jedoch nicht zu hoch (es gibt noch einen vierten Stock) sodass es im Sommer wahrscheinlich nicht allzu heiß wird. Also, heiß wird es ja sowieso, aber wenn auf die Decke die Sonne knallt wird es einen Stock hoeher erheblich heißer sein.

Blick auf mein Zimmer von der Tuer aus. Wie ihr sehen koennt habe ich ziemlich viel Platz :) Den Widder habe ich in Tokyo aus einem Automaten gezogen (und mich unglaublich doof angestellt sodass ich dreimal die Angestellten rufen musste weil das Ding im Automaten festgeklemmt hatte. Pachi hat da einfach viel mehr Talent fuer als ich. Und nein es ist nicht sinnlos, ich benutze es als zweites Kissen.)
 Schreibtisch, Staenderding, Schrank und ganz hinten die kleine Kockecke mit Waschbecken und einer Kochplatte. (Leider ist mein Regal unglaublich unguenstig konzipiert: Die Etagen ganz unten und oben bringen mir leider gar nichts. Verstellen kann man es nicht (zumindest nicht ohne Werkzeug.) Ich habe inzwischen ein bisschen umgebaut.
 Mein Schreibtisch, der meistens etwas ueberfuellt ist weil ich nicht genau weiß wohin mit dem Kram und ich ihn sowieso taeglich brauche.
Hatsune Miku Sakura Edition!! Das wollte ich unbedingt haben; es ist eine limitierte Kirschbluetenedition der beruehmten Vocaloid-Figur Hatsune Miku (das muss euch jetzt nichts sagen.) Eigentlich ist sie blau mit tuerkisfarbenen Haaren aber diese Edition ist Kirschbluetengerecht pink. Es hat ganz schoen gedauert bis ich die ausm Automaten gezogen habe - einmal musste ich aufgeben, als ich es das naechste Mal versucht habe hat es gleich beim ersten Mal geklappt! (Und nein, davon kann man nicht genug haben. Wirklich nicht.)

Die Kochecke. Zuerst dachte ich das wird unglaublich bloed mit nur einer Kochplatte aber ehrlich gesagt stoert mich das kaum. Meistens koche ich Soße/Fleisch/Hauptgericht in der Pfanne vor, stell das zur Seite, mache die Beilage und erwaerme dann kurz nochmal den Inhalt der Pfanne auf, da hat man dann eine warme Mahlzeit. Wenn ich Reis esse kommt der aus dem Reiskocher, weshalb ich nur einen Arbeitsschritt benoetige :) (Nicola und ich haben uns einen gemeinschaftlichen Reiskocher gekauft, genau wie einen Wasserkocher und einen Fön. Das schicken wir alles gemeinsam nach Korea, ist ja Bloedsinn das dann komplett neu zu kaufen wieder....)

Und zu guter letzt: Das Badezimmer! Zuerst dachte ich hm, das wird ein bisschen eng mit duschen und ein bisschen seltsam neben dem offenen WC aber.... wir haben dann recht schnell herausgefunden dass man das Waschbecken komplett nach links ueber das WC schieben kann und dann in der Ecke duschen kann! Sehr platzsparend, wie das meiste hier ;) (Okay, Nicola dachte einen ganzen Tag lang sie muss sich da reinquetschen bis ich ihr die Magie des Badezimmers gezeigt habe..) Dafuer dachte ich einen halben Tag lang ich muesste kalt duschen, weil kein warmes Wasser kam. Es stellte sich dann heraus, das vor dem Bad ein kleines Geraet eingebaut ist, dass als Erhitzer funktioniert. Das habe ich faelschlicherweise fuer die Klimaanlage gehalten. (Sieht aber auch echt alles gleich aus, mit den ganzen Knoepfen und so wenn man nicht genau hinschaut....)  (Und ja, mir faellt staendig etwas von dem Aufbewahrungsbehaelter da oben ins WC. Ein Grund, weshalb ich inzwischen meine Zahnbuerste woanders aufbewahre......)

Mit dem Fahrrad was wir uns am Anfang des Semesters gekauft haben (gebraucht, 50€) brauchen wir circa fuenf Minuten bis zum Hauptbereich des Campus' wo unter anderem die Hauptbibliothek, das Starbucks (ja die Uni hat ihr eigenes Starbucks) und der meiste Unterricht stattfindet.



Wir koennten auch mit dem Bus fahren - es gibt einen eigenen Campusbus, der in beide Richtungen um den Campus herumfaehrt. Einmal komplett umrunden mit dem Bus dauert circa 25 Minuten, damit ihr euch ungefaehr die Groeße des Campus vorstellen koennt - er ist circa 4 Kilometer lang und 2km breit. Im unteren Bereich befinden sich die naturwissenschaftlichen Fakultaeten, darunter auch die Medizin und das Unikrankenhaus. Wie ich zum Unikrankenhaus komme weiß ich inzwischen auch; Nicola hat sich letzten Sonntag tierisch in den Finger geschnitten weshalb ich mit ihr zum Krankenhaus gefahren bin, da es genaeht werden musste. Nach vier Stunden Wartezeit und einem genaehten Finger ging es dann mit Taxi nach Hause, da der letzte Bus um circa 22:40 faehrt. Da lohnt sich die Auslandsversicherung immerhin :D 

Der naechste Supermarkt ist 10 Minuten mit Fahrrad vom Wohnheim entfernt. Es gibt einige Supermaerkte in der Gegend; am Bahnhof Tsukuba gehe ich auch manchmal einkaufen, wenn ich mit Bus dort bin um meine Zeit im Shoppingcenter zu verbringen oder Dinge einzukaufen, die es nicht auf dem Campus gibt oder dort teuer sind (Socken, Strumpfhosen, Kleinkram.) Generell bin ich sehr zufrieden in Tsukuba; die Miete ist guenstig, das Wohnheim super (ich bin ja gluecklich, sobald ich ein Einzelzimmer habe, mein seltsamer Rhythmus ist nicht fuer Gemeinschaftszimmer gedacht.) A propos seltsamer Rhythmus: Ich habe es heute tatsaechlich geschafft fuer einen Unterricht, der um 13:45 stattfindet, zu verschlafen. Kein Witz. Ich bin nicht stolz darauf. Der Unterricht war auch noch superwichtig sodass ich quasi vom Bett auf mein Fahrrad gesprungen und losgeradelt bin, das war mir echt peinlich. Ich versuche die Tage noch ein paar Fotos vom Campus' Innenleben zu machen denn der Campus ist wunderschoen; sehr viel Baeume, Natur, Wasser. Als wir ankamen war noch alles sehr grau aber inzwischen bluehen ueberall pinke Kirschgewaechse. Kurzum: Mir gehts gut! Ich finde es fast schade, dass wir nur noch knapp 3 1/2 Monate hier bleiben werden. Mitte August geht es dann schon los nach Korea, man mag ja fast nicht weg (zumal die Miete in Korea sooo teuer sein wird...). Nunja, erst einmal genieße ich das Leben hier in Tsukuba. :)

Ich hoffe euch allen geht es gut!
Liebste Grueße,

Sam

Freitag, 4. April 2014

ERSTE ZEIT IN TSUKUBA + SEMINAR + EROEFFNUNGSFEIER

Hallo ihr Lieben,

Wie versprochen geht es direkt weiter, schließlich weiß keiner wann ich das naechste Mal ausreichend Zeit haben werde. Nachdem wir aus Nikko wiedergekommen sind, wurden wir von Herrn Aizawa im Gaestehaus der Universitaet Tsukuba untergebracht, da wir vor April nicht ins Wohnheim einziehen konnten. Dort habe ich auch die allererste Nacht uebernachtet, bevor ich in die Berge gefahren bin. Das Gaestehaus ist an sich ganz nett; es ist relativ alt aber wir haben alle ein Einzelzimmer mit Bad bekommen, was sehr angenehm war.

Mein Zimmer fuer die letzte Maerzwoche in Tsukuba



Und nochmal von der anderen Seite

Und da wir leider keine Moeglichkeiten zum Kochen hatten: Fruehstueck ausm Konbini!

Generell haben wir fast drei Wochen lang ausschließlich von Konbini-Essen gelebt. Konbini-Essen ist nicht unbedingt schlecht, aber es ist halt groeßtenteils Fast Food und nicht dazu gedacht, sich tagtaeglich davon zu ernaehren. Nach einer gewissen Zeit waren Nicola und ich auch echt am Rande der Verzweiflung weil wir nicht mehr das ganze Fertigzeug essen konnten/wollten. Die Sandwiches ausm Konbini esse ich jedoch sehr sehr gerne da es sich nur um normales Toast plus Ei, Salat etc handelt.

Am ersten Abend waren wir dann zusammen mit Herrn Aizawa und Herr Yukawa aus Bonn Chinesisch essen - das war sooooo gut. Die Portionen dort sind so riesig, dass man meistens ein bisschen bestellt und es dann alle unter sich aufteilen. Danach war uns erstmal einen Tag lang schlecht, weil wir so viel gegessen hatten (aber es war einfach so lecker!) Danach hieß es dann, dass sich jeder in den kommenden Tagen mit den Betreuern fuer die Masterarbeit trifft (wir sind alle in unterschiedlichen Fachbereichen der Uni Tsukuba eingeschrieben und haben deshalb auch alle Betreuer, die thematisch nah zu dem sind, was wir vorhaben.) es jedoch nur einen losen Plan und keine strikten Plaene gibt. Ja. Sagte er.

Die Realitaet sah dann so aus, dass wir jeden Tag von mindestens 9 - 18 Uhr in einem Seminarraum saßen und diverse Dinge abgearbeitet haben (unter anderem das Treffen mit den Betreuern). Mein Betreuer scheint ganz nett zu sein; ich habe ihn nur circa eine halbe Stunde gesprochen dann ist er auch schon wieder davongerannt. Er ist Medienwissenschaftler und passt daher sehr gut zu meinem (noch nicht sehr ausgearbeiteten) Forschungsvorhaben! Jeden Tag mussten also diejenigen, dessen Betreuer da war, einen Vortrag ueber das eigene Forschungsvorhaben halten damit der Betreuer weiß woran er ist und danach wurde alles moegliche diskutiert. Ich habe noch kein richtiges Vorhaben deshalb habe ich nur einen kurzen Vortrag ueber meine Hausarbeit die ich geschrieben habe in Bonn gehalten. Ich war wie immer die allererste und habe mich daher die naechsten drei Tage zu Tode gelangweilt (da ich zu den meisten Themen der anderen nicht viel sagen konnte, da nicht mein Fachbereich. Außer Yurim. Die hatte Literatur, damit konnte ich was anfangen :D)


So sah das ganze dann aus die naechsten drei Tage lang. Herr Zoellner hat wie immer fleißig Fotos geschossen.

Ende Maerz gab es dann an der Uni Tsukuba die offizielle Eroeffnunsgfeier fuer den TEACH-Studiengang - das war dann fuer uns bereits die zweite Eroeffnungsfeier, fuer die Koreanerinnen bereits die dritte und nun auch letzte. Alle wichtigen Vertreter der jeweiligen Unis, des DAADS von der wir das Stipendium erhalten sind teilweise extra nach Japan gekommen.

Das Ganze ging circa 2-3 Stunden. Links sitzt Yuka, rechts hinter uns Chihiro, die nun auch beide in unserem Studiengang sind.

Die Studenten der jeweiligen drei Laender haben dann auch eine kurze Rede gehalten (halten mussten) (auf Japanisch) (große Aufregung) und wir haben endlich unseren Studentenausweis der Uni Tsukuba erhalten! (Wir sind ja bereits seit Oktober an der Uni Tsukuba eingeschrieben). Ich sehe uebrigens wie so ein kleiner dicker Flummi aus weil alle hohe Schuhe anhaben! Eigentlich bin ich die groeßte von den Maedchen, lasst euch nicht taeuschen..

Hier nocheinmal alle Personen auf einem Blick; ganz rechts befindet sich Herr Aizawa der uns in Japan betreut, zwei daneben Herr Park der uns in Korea betreut und daneben Herr Zoellner, der die Studenten in Bonn betreut.

Danach gab es eine kleine Party mit Essen und Trinken (Sekt!! Ein seltenes Gut hier in Japan.). Das Essen war ausgezeichnet und ich glaube uns allen war schlecht danach. Hier sieht man noch einmal den Hahn im Korb, Herrn Aizawa den wir alle schon unglaublich ins Herz geschlossen haben weil er so ein lieber Mensch ist (er scheint jedoch in seinem Unterricht sehr sehr streng zu sein; er unterrichtet Deutsch)

Ich hatte drei Stueck Kuchen und von allem so ein bisschen.. es gab Chinesisches Essen, Japanisch, Sushi, Frittiertes, Salat, es war wirklich soooo gut! Abends waren wir dann zuhause und haben noch mit den Lehrern zusammen ein bisschen im Gaestehaus getrunken. Am Naechsten Tag hieß es vier Tage lang individuell ueberleben bis wir endlich ins Wohnheim einziehen konnten!

Fortsetzung folgt

Liebste Grueße,

Sam

Samstag, 29. März 2014

INTERNETLOS, TEIL 95023746235

Hallo Ihr Lieben,

Ich hatte ja extra Posts vorgeschrieben damit ich schnell alles posten kann aaaaaber... ich hatte mal wieder kein Internet. Beziehungsweise habe momentan auch keins. Nicola und ich sind im Hostel in Tokyo (okay, bei Tokyo) angekommen und Internet gibt es nur draußen bei den Raucherbaenken. Im zweiten Stock, wo wir wohnen, gibt es quasi kein Internet. Und sowieso sonst nirgendwo in ganz Japan gefuehlt. Inzwischen glaube ich, dass ich mit einem Kein-Internet-Fluch belegt worden bin. Wenn wir im Wohnheim kein Internet haben, drehe ich glaube ich durch. Ich kann zu so gut wie niemanden Kontakt aufnehmen und wenn dann nur ganz sporadisch und das finde ich total bloed und nicht besonders emotional zufriedenstellend. Ich schreibe zwar ab und zu Nachrichten bei Facebook (wenn ich denn mal online komme) aber so richtig toll ist das nicht. Wundert euch also nicht wenn bis Anfang April nichts kommt, ich hoffe sehr sehr sehr stark dass wir einigermaßen vernuenftiges Internet im Studentenheim haben :(

Im Uebrigen ist das inzwischen die fuenfte Uebernachtsunterkunft die ich in den letzten drei Wochen bezogen habe und so langsam aber sicher reicht es. Ich freue mich sooo sehr auf den 1. April wo wir endlich unseren Koffer auspacken und unsere Sachen verteilen koennen, so lange nur ausm Koffer zu leben nervt ziemlich. Nicola und ich haben schon in Tokyo einen Foen und einen Wasserkocher gekauft die wir geschwisterlich teilen werden, da es irgendwie Bloedsinn ist wenn sich jeder das einzeln kauft. Ich werde jetzt noch eine Weile hier draußen sitzen bleiben und ein paar Nachrichten beantworten und dann aufs Zimmer gehen und hoffen, dass ich schlafen kann. (Das Hostel ist sehr... nennen wir es heimelig. Man teilt sich einen ganzen Komplex mit anderen, und "Privatzimmer" bedeutet, dass man eine halbe Wand zwischen den anderen hat. Was bedeutet, dass man wirklich alles hoert. Gestern hat eine um ein Uhr nachts geskyped und eine andere sich um 5:30 die Haare gefoent. Ich bin ziemlich nah an meiner Schmerzgrenze und erwarte sehnsuechtig den ersten April.)

Ich hoffe ansonsten geht es euch allen gut! Liebe Grueße,

Sam

Sonntag, 23. März 2014

ERSTE LEHRERFAHRUNG IN DEN BERGEN JAPANS // 那須のインターウニセミナーで初めて先生の体験を!

Hallo ihr Lieben! ♡

Vorwort: Ich moechte bitte, dass dieser Blogeintrag extra langsam und sorgfaeltig gelesen wird, denn weil mein Internet alle paar Minuten abstuerzt hat es fast eine Stunde gedauert diesen Eintrag online zu stellen! Und dass obwohl ich den Text extra schon vorgeschrieben hatte... im Uebrigen habe ich das Layout ein bisschen veraendert damit groeßere Bilder reinpassen, ich mach mir hier ja nicht umsonst Muehe mit den Fotos :) Viel Spaß!

Einen Tag nachdem ich in Japan angekommen war sind Nico und ich dann auch schon in die Berge gefahren zu dem Interuni-Seminar an dem wir als Praktikanten teilnehmen sollten. Inzwischen haben wir fuenf neue Mitstudenten dazubekommen in Japan insgesamt sind wir also elf Studenten im Master! Zwei von denen, Haruka und Chihiro, haben uns abgeholt und sind mit uns zusammen angekommen. Das Interuni-Seminar findet zweimal jaehrlich statt und ist ein 5-tägiges Seminar für japanische Studenten die Deutsch lernen und ihr Deutsch verbessern wollen. Das Seminar ist ziemlich bekannt innerhalb Japans bei denen, die sich fuer die deutsche Sprache interessieren. Bis zum Anfang war uns nicht so ganz klar was dabei genau unsere Aufgabe war.. am ersten Tag waren noch keine Teilnehmer dort sondern nur Lehrkräfte, Tutoren und PraktikantInnen und gemeinsam haben wir alles vorbereitet.

Wie sie sehen, nach rechts und links...... ist nichts. Einziger Fluchtweg: Der Wald. Der naechste Konbini war 20 Minuten zu Fuß entfernt (die gibt es eigentlich in 500 Meter Abstaenden ueberall! Selbst auf meinem Berg damals gab es mindestens fuenf...)

Wir haben Unterrichtsräume vorbereitet, Sachen hin und hergetragen, waren einkaufen, haben Lebensmittel auf die 5 Tage eingeteilt, die Zimmer bezogen etc. A propos Zimmer: Wir hatten ja bis ganz zum Schluss die Hoffnung, dass die Mitarbeiter eventuell ein Einzelzimmer bekaemen.... nunja, das hat so fast gelappt wir hatten jeweils ein ACHTERZIMMER. Acht Leute. In einem Raum. Wo ich so wunderbar einfach einschlafen kann. Super. Ich sah mich schon nach einer Woche mit gigantischen Augenringen. Die Zimmer waren sehr geraeumig und weil man nur auf dem Futon geschlafen hat (traditionelles japanisches „Bett“: In Wirklichkeit jedoch nur eine etwas dickere Bettdecke zum auf-dem-Boden-schlafen SEHR SEHR unbequem und nicht rückenfreundlich, und ich hab schon auf zwei Futons geschlafen...)


 Eine halbe Turnhalle ganz fuer mich allein. Zumindest am ersten Abend. Es war arschkalt, habe die Heizung auf 30°C stellen muessen. 

Die wunderhuebschen Interuni-Seminar Beutel von Herrn Aizawa. Habe 600 Seiten Infoblaetter sortiert, getackert und hundert von diesen Beutelchen damit gefuellt. Die haben ne schoene Groeße, schade dass die so haeßlich sind.

Ankunft der fleißigen Deutsch-lernenden Studenten die noch nicht wissen, was sie erwartet plus Beutelverteilaction

Fleißige Studenten auf den Weg in die Zimmer, noch nicht wissend, was sie dort erwartet. (Eiseskaelte und Turnhallengroeße und (oh Gott!) jeweils ein Auslaender mit im Zimmer! Ieks!

Das ganze Seminar wurde in einer ehemaligen Schule abgehalten von daher war es ein sehr weitlaeufiges Gebaeude. Leider war es wahnsinnig kalt und wir haben fast eine Woche nur gefroren. Ich hatte jeden Tag mindestens 3 Schichten Klamotten an und es war immer noch einfach nur arschkalt. Am ersten Tag sind wir dann zusammen mit Herrn Aizawa (unserem Professor hier in Tsukuba der sich um das TEACH-Programm kuemmert) und den anderen Lehrern Italienisch essen gegangen. Leider hatte mein Tisch die Idee nach(!) dem Bestellen, dass wir alles teilen. Sowas kann ich ja leiden. Mein Essen teilen. Bzw. Statt einem großen Essen so 10 kleine Schüsselchen. Dummerweise hatten fast alle irgendwas mit Meeresfruechten sodass ich kaum etwas gegessen habe – und meine tolle Pizza haben sie mir auch weggefuttert! Dafuer hat mir Herr Aizawa im Supermarkt eine Packung Kekse gekauft. Herr Aizawa scheint wirklich ein sehr cooler Typ zu sein; er kümmert sich bis jetzt wirklich gut um uns und versucht alles so stressfrei wie möglich zu halten und uns möglichst viel in Japan zu bieten. Doch dazu später mehr J

 Das Essen war gar nicht soo schlecht wie alle meinten nur halt die Garnelen... die haetten nicht zweimal pro Tag sein  muessen. Wirklich nicht. Was machen denn Leute mit ner Garnelenallergie dann.

Die Organisatoren des Seminars, Herr Aizawa (der Leiter des TEACH-Programms der Universitaet Tsukuba - der ist so toll! Und Frau Hamasaki, die auch sehr toll war.)

Da gings uns allen noch gut! Neben mir ist Yuka, die jetzt auch im TEACH-Programm ist, sie mag ich sehr gerne :)

Im Endeffekt war unser Job im Seminar der eines Hilfslehrers. Pro Tag gab es zweimal drei Stunden Unterricht und eine Einheit wurde jeweils von einem Lehrer und einem Praktikanten bestritten. Ich dachte vorher eigentlich dass wir so Mädchen fuer alles waeren (okay, waren wir im Endeffekt auch...) aber wir haben wirklich mehr so eine Art Lehrerpraktikum gemacht was echt cool war. Die meisten Lehrer haben einen gut in den Unterricht miteinbezogen. Das lag vielleicht auch an meiner direkten Art, ich bin oft aufgesprungen und habe Vokabeln oder Redewendungen an die Tafel geschrieben oder bin bei Gruppenarbeiten durch die Klasse gelaufen um Fragen zu beantworten etc. Die Lehrer haben jede Einheit gewechselt, die PraktikantInnen sind jedoch von Anfang bis Ende in derselben Klasse geblieben. Es gab Klasse A (Anfänger) bis G (sehr fortgeschritten), meine Klasse war Gruppe B, fast noch blutige Anfänger die nur sehr wenig Deutsch konnten. Angeblich bekommen diejenigen, die besser Japanisch sprechen, die Anfängerklassen weil da noch wesentlich mehr Japanisch gebraucht werden muss im Unterricht. Kaori, die fließend Deutsch und Japanisch spricht, hatte Gruppe A. Summa summarum hieße das, das mein Japanisch recht gut sei – ob das wirklich so durchdacht wurde oder Zufall ist weiß ich natuerlich nicht ;)

 Ein Teil der Lehrerschaft. Mit den ersten drei von links hatte ich zusammen Unterricht, der Rest ist nicht auf dem Foto. Der zweite von rechts ist Herr Oyama, der Herrn Aizawa assistiert und der mit uns spaeter zusammen nach Nikko gefahren ist. Der ist sooo sueß, ein richtig netter Mensch.


Und so sah das aus, wenn in der großen Halle ein Vortrag gehalten wurde. Im Gegensatz zu den Klassenzimmern war es dort arschkalt und von Tag zu Tag haben die Teilnehmer immer mehr Decken mitgenommen, da es kaum zu ertragen war da drei Stunden am Stueck zu sitzen.


Jedenfalls hatte ich Gruppe B und war dann in den nächsten 5 Tagen für 12 Studenten zuständig. Ich hatte wirklich großes Glück mit meiner Gruppe – alle waren unglaublich niedlich und sehr motiviert, sodass der Unterricht wirklich viel Spaß gemacht hat. Nach einer Weile haben sie auch ihre Scheu verloren und sich getraut, mich mehr Sachen zu fragen. 
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TEIL ZWEI FOLGT IN KUERZE

Sam